Stendal
Aus Sachsen-Anhalt-Wiki
| Stendal
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|---|---|
| Landkreis | Landkreis Stendal |
| Fläche | 268,02 km² |
| Einwohner | 42.435 (31. Dez. 2010) |
| PLZ | 39576 |
| Vorwahl | 03931, 039325 (Staats, Uchtspringe, Vinzelberg, Volgfelde, Vollenschier, Wittenmoor), 039328 (Groß Schwechten, Neuendorf am Speck), 039329 (Insel, Klein Möringen, Möringen, Nahrstedt), 039361 (Buchholz) |
| Kfz-Kennzeichen | SDL |
| Bürgermeister/in | Klaus Schmotz (CDU) |
| Webseite | www.stendal.de |
Stendal ist eine Stadt in der Altmark. Es ist die Kreisstadt des Landkreises Stendal und mit 42.435 Einwohnern (31. Dezember 2010) die größte Stadt des Kreises.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Stendal wurde um 1160 gegründet. Im Mittelalter wurde die Hauptstadt der Altmark durch Tuchhandel reich. Von ihrer einstigen Bedeutung zeugen noch die großen Backsteinkirchen, besonders der Dom St. Nikolai und St. Marien. Spätestens seit 1359 war Stendal Mitglied der Hanse. Mit rund 8000 Einwohnern war sie im 15. Jahrhundert die größtes und einflussreichste Stadt der Region. Mit dem Dreißigjährigen Krieg setzte der Niedergang ein.
Einen erneuten Aufschwung erlebte die Stadt im 19. Jahrhundert. Der Anschluss an das Schienennetz und der Ausbau zum Bahnknotenpunkt beförderten die Ansiedlung von Industrie.
1860 wurde Stendal Garnison des neu errichteten Westfälischen Dragoner-Regiments Nr. 7, das 1878 nach Saarbrücken verlegt wurde. Durch den Einzug des Dragoner-Regiments Nr. 7 und 1884 eines Husaren-Regiments blieb es aber Kavalleriestandort, zuletzt des 3. Reiter-Regiments (Kavallerie-Regiment 3) der Reichswehr bzw. Wehrmacht, bis 1937.
1936 wurde auf dem Flugplatz Stendal-Borstel die erste deutsche Fallschirmjägertruppe gegründet.
Seit Frühjahr 1945 war die Region um Stendal Frontgebiet. Im April kam es durch amerikanischen Beschuss zu Schäden am Dom und anderen Gebäuden. Ende April trafen amerikanische Truppen an der Elbe auf die Rote Armee. Am 4. Mai 1945 kapitulierte in Stendal die Armee Wenck. Die US-Militäradministration setzte eine deutsche Zivilverwaltung ein, übergaben die Stadt aber im Juli an die Sowjets.
1965 konnte die Stadt ihre 800-Jahr-Feier begehen. In der DDR nahm Stendal noch einmal einen gewissen Aufschwung. 1975/76 begann der Bau des Kernkraftwerks Stendal in Niedergörne. Durch die Anlage der für das Werk gebauten Siedlung Stadtsee wurde Stendal zur größten Stadt der Altmark.
Wirtschaft
Stendal ist Standort eines ehemaligen Bahnausbesserungswerks der Reichsbahn bzw. Deutsche Bahn AG, das heute von der ALSTOM Lokomotiven Service betrieben wird.
Verkehr
Stendal ist seit jeher ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. In Betrieb sind noch die Bahnstrecken von/nach Wolfsburg, Salzwedel/Uelzen, Wittenberge, Magdeburg und Berlin sowie die Stichbahnstrecke nach Tangermünde. 1998 wurde die neu ausgebaute ICE-Schnellfahrstrecke Hannover-Berlin mit Halt in Stendal in Betrieb genommen.
Religionen
Von den konfessionell gebundenen Bürgern Stendals gehören die meisten der evangelischen Kirche an. Stendal ist Sitz des Regionalbischofs für den Propstsprengel Stendal-Magdeburg. Die römisch-katholischen Gemeinden in Stendal gehören zum Dekanat Stendal des Bistums Magdeburg.
Sehenswürdigkeiten
- Dom St. Nikolaus
- Marienkirche
- Jacobikirche
- Petrikirche
- Uenglinger Tor und Tangermünder Tor
- Altmärkisches Museum
- Winckelmann-Museum
- Landesfeuerwehrmuseum Sachsen-Anhalt
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), Altertumswissenschaftler
- Johann Samuel Werckenthin I. (1729-1778), Generalsuperintendent für Altmark und Prignitz
- Max Immelmann (1864-1923), Arzt und Radiologe, Mitgründer der Deutschen Röntgengesellschaft
- Wilhelm von Bismarck (1867-1935), Gutsbesitzer und Landrat des Kreises Stendal
Sonstige mit der Stadt verbundene Personen
- Albrecht der Bär (um 1100-1170), Markgraf von Brandenburg
- Gustav Nachtigal (1834-1885), Afrikaforscher, wuchs in Stendal auf