Wolfgang Böhmer

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Wolfgang Böhmer (* 27. Januar 1936 in Dürrhennersdorf) war von 2001 bis 2011 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.

Leben[Bearbeiten]

Böhmer besuchte das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Löbau, wo er 1954 das Abitur bestand. Danach studierte er Medizin an der Universität Leipzig und promovierte 1959 zum Dr. med. 1960 wurde er Arzt an der Frauenklinik in Görlitz. Seit 1966 war er Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe.

1967 wurde er Erster Oberarzt an der Frauenklinik Görlitz. Von 1974 bis 1991 war er Chefarzt im Krankenhaus Paul-Gerhardt-Stift in Lutherstadt Wittenberg. 1983 habilitierte er sich an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Noch zu DDR-Zeiten engagierte sich Böhmer in der evangelischen Kirche 1990 wurde er Mitglied der CDU der DDR. Von 1998 bis 2004 war er Landesvorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt.

Von 1990 bis 2002 und von 2005 bis 2006 war Böhmer Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und von 1998 bis 2002 dessen Vizepräsident sowie von 2001 bis 2002 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Seit 27. Juli 2007 gehört er erneut dem Landtags von Sachsen-Anhalt an.

Böhmer war von 1991 bis 1993 Finanzminister im Kabinett von Ministerpräsident Werner Münch. Nach dessen Rücktritt war er von 1993 bis 1994 Minister für Arbeit und Soziales unter Christoph Bergner. Nach dem Ende der Koalition mit der FDP nach der Landtagswahl 1994 schied Böhmer aus der Landesregierung aus.

Nach der Wahl von 2002 bildete Böhmer eine neue Koalition zwischen CDU und FDP und wurde am 16. Mai 2002 zum Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt gewählt. Vom 1. November 2002 bis zum 31. Oktober 2003 war er turnusgemäß Präsident des Bundesrates. Nach der Landtagswahl von 2006 wurde er von einer CDU-SPD-Koalition erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. 2011 trat er zur Landtagswahl nicht wieder an. Neuer Spitzenkandidat und sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde der bisherige Wirtschaftsminister Reiner Haseloff.