Werner Winkelmann

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Werner Winkelmann (* 17. Dezember 1920 in Hamersleben; † 8. Juni 2000 in Magdeburg) war ein Parteifunktionär der SED und Funktionär in der DDR-Industrie.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn eines Schlossers und SPD-Mitglieds besuchte die Volks- und Mittelschule und war von 1937 bis 1939 als Praktikant bei den Junkers-Werken beschäftigt, ehe er 1939 zum Reichsarbeitsdienst und 1940 zu Wehrmacht eingezogen wurde. Er diente bis Ende des Weltkriegs, zuletzt als Unteroffizier. 1945 fand er kurzzeitig als Landarbeiter, dann als Techniker bei einer Maschinenfabnrik in Hamersleben Beschäftigung.

Im Juli 1945 wurde Winkelmann Mitglied der SPD, 1946 der SED. 1946/47 war er technischer Angestellter und Bürgermeister-Amtsvorsteher von Hamersleben. 1947 bis 1949 absolvierte er ein Studium an der Universität Leipzig. Von 1950 bis 1952 war er Referent bzw. Oberreferent im Ministerium für Industrie bzw. Maschinenbau und im Büro für Wirtschaftsfragen, 1952 bis 1955 Stellvertreter des Chefs der Verwaltung im Ministerium des Innern, 1955 bis 1958 Hauptabteilungsleiter im Amt für Technik, 1958 bis 1960 Werkdirektor des VEB Sprengstoffwerk Schönebeck. Nach einem weiteren Studium an der TH/TU Dresden (1960-62), das er als Diplom-Ingenieurökonom abschloss, war er von September 1962 bis April 1963 Werksdirektor des VEB Dieselmotorenwerk Schönebeck. Im Juni 1963 war er Sekretär für Wirtschaft bzw. Leiter des Büros für Industrie und Bauwesen der Bezirksleitung Magdeburg. Im März 1967 wurde er abgelöst, weil er angeblich den Anforderungen nicht gewachsen war. Von März 1967 bis 1968 war Winkelmann stellvertretender Werkdirektor, 1968/69 Werkdirektor, 1970/71 Generaldirektor im VEB Magdeburger Armaturenwerke. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er 1971 von seinen Aufgaben entbunden. Danach war er noch als Direktor des Forschungszentrums Magdeburg des Ministeriums für Schwermaschinen- und Anlagenbau tätig.

In den 1980er Jahren war Werner Winkelmann stellvertretender Vorsitzender bzw. 1. Sekretär des Bezirksvorstandes Magdeburg der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freudschaft.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mario Niemann, Andreas Herbst (Hg.): SED-Kader: Die mittlere Ebene. Paderborn u. a. 2010, S. 523f.