Turbine Halle

Aus Sachsen-Anhalt-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Turbine Halle e.V.

Turbinewappen.png
Ort Halle (Saale)
gegründet 15. Juli 1950
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Sportanlage Felsen
Plätze ca. 1000 (davon 70 Sitzplätze)
Trainer Jan Wehrmann
Vorstand Hans Gerhardt
Präsident
Homepage www.turbinehalle.de
Liga Landesklasse (Staffel 6)

Turbine Halle ist ein Sportverein aus dem halleschen Stadtteil Giebichenstein. Mit etwa 1.000 Mitgliedern in den Abteilungen Leichtathletik, Fußball, Speedskating, Tischtennis, Faustball, Aerobic, Behindertensport und Gymnastik gehört er zu den größten Vereinen der Stadt Halle. Vorallem ist er aufgrund seiner Historie in der Fußballabteilung (Gewinn der DDR-Oberliga 1952) bekannt.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Deutscher Meister 1952[Bearbeiten]

Turbine Halle hat im Laufe seiner Vereinsgeschichte viele Namensänderungen hinter sich. Dies hatte unterschiedliche Gründe (Fusionen mit anderen Sportvereinen etc.). Erst 1995 kam es zum jetzigen Namen "Turbine Halle e.V.". Davor hieß er beispielsweise 1950 BSG (Betriebssportgemeinschaft) Turbine Halle. Der mit Abstand größte Erfolg der Vereinsgeschichte konnte in den 50er Jahren verzeichnet werden. In der Saison 1951/52 entschied Turbine Halle bei Turbine Erfurt dank eines 1:2 Auswärtssieges mit tausenden mitgereisten Anhängern die DDR-Oberligameisterschaft für sich. Damals zog Turbine im Schnitt noch 21.000 Fans in das Kurt-Wabbel-Stadion, wo später der Hallesche FC, der heute im Erdgas Sportpark seine Spiele austrägt, die Massen anzog.

Delegierung zu Chemie Halle-Leuna[Bearbeiten]

Turbine spielte in den nachfolgenden Saisons nur im Mittelmaß der DDR-Oberliga mit. Die nachfolgenden Jahre sollten noch schlechter verlaufen. Am 1. September 1954 wurde der Sportclub Chemie Halle-Leuna gegründet, der als Leistungszentrum der Bezirksstadt vorgesehen war. Die Fußballsektion der BSG Turbine sollte mit ihrer Oberligamannschaft zum neuen Klub wechseln. In 34 Sitzungen erklärten die Spieler, die BSG nicht verlassen zu wollen. Die Aussichten, weiterhin Oberligafußball zu spielen, führten letztendlich doch dazu, dass sich das Gros der Spieler dem SC Chemie Halle-Leuna anschloss. Noch am 1. Spieltag trat das Team unter dem Namen Turbine Halle an. Bereits am 2. Spieltag spielte man unter der neuen Bezeichnung SC Chemie Halle-Leuna. Somit musste der Verein alle Spieler an die Chemie Halle-Leuna abgeben, und konnte selbst nur noch in der Bezirksliga Halle als Turbine Halle antreten.

Neugründung nach der Wende[Bearbeiten]

1986 stieg Turbine dann endgültig aus der Bezirksliga ab und gründete sich 1990 als UTSV Turbine Halle neu. 1993 kam dann der Abstieg in die Stadtoberliga Halles, eh man sich 1995 in den heutigen Namen "Turbine Halle e.V." umbenannte. Nachdem Turbine zwischenzeitlich der Abstieg in die Kreisklasse drohte, war es möglich 2009 den Aufstieg in die Landesklasse zu schaffen und sich dort zu etablieren.

Der Verein heute[Bearbeiten]

Heute spielt die 1. Mannschaft der "Felsenkicker" in der Landesklasse. Neben der 1. Mannschaft gibt es noch eine 2. und 3. Mannschaft im Männerbereich. Auch die älteren Turbine-Herren bilden eine extra Mannschaft (Oldies). Die in den letzten Jahren hervorragende Nachwuchsarbeit ließ Turbine zum mittlerweile drittgrößten Verein im Jugendbereich in Halle nach dem VfL Halle 96 und dem Halleschen FC heranwachsen. Ganze 11 Nachwuchsteams in den verschiedenen Altersgruppen finden heute ihren Platz beim DDR-Meister.

Der Felsen[Bearbeiten]

Vor dem „Zwangsabstieg“ in die Bezirksliga trug Turbine Halle seine Heimspiele im Kurt-Wabbel-Stadion aus, der heutigen Heimstätte des Halleschen FC. Seitdem ist der Verein auf dem sogenannten „Felsen“ im halleschen Stadtteil Giebichenstein beheimatet. Benannt ist der Spielort nach dem Heinrich-Heine-Felsen, der sich hoch über der Saale erstreckt. Der Felsen bietet einen Hauptrasenplatz und zwei Nebenplätze. Während der eine Nebenplatz nur zum Training genutzt wird, ist man gezwungen in den Wintermonaten oder in regnerischen Zeiten, aufgrund der Unbespielbarkeit des Rasenplatzes, auf den zweiten Nebenplatz (Hartplatz) auszuweichen und dort die Punktspiele, sowie die Trainingseinheiten auszutragen. Früher fanden hier sogar durch diverse Steh- und Sitzplätze 12.000 Leute ihren Platz, bis die Traversen 1999 abgerissen und begrünt worden waren. Gleichzeitig entstand dabei eine hochmoderne Leichtathletikanlage mit einer Bahn, Sprunggrube und einer Hochsprunganlage.

Weblinks[Bearbeiten]