Tagebau Muldenstein
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Der Tagebau Muldenstein liegt im Bitterfelder Braunkohlenrevier und wurde 1951 aufgeschlossen. Seine Aufgabe war es, die auslaufenden Tagebaue Golpa und Bergwitz zu ersetzen, die die Kraftwerke "Elbe" Vockerode und Zschornewitz mit Kohle belieferten. Die erste Kohle wurde 1955 gefördert und der Tagebau bis 1975 betrieben. Insgesamt wurden in dieser Zeit 470 Millionen Kubikmeter Abraum und 126 Millionen Tonnen Rohbraunkohle gefördert. Die Einrichtung des Tagebaues machte auch die Verlegung der Bahnlinie Bitterfeld - Wittenberg und die der heutigen Bundestraße 100 nötig. Nach seiner Auskohlung wurde der Tagebau geflutet. Die Flutung begann am 30. April 1975 und endete am 1. März 1976. Das neu entstandene Gewässer wurde zum Muldestausee.
Literatur[Bearbeiten]
- Gerhard Liehmann: Braunkohlenrevier Bitterfeld. Eine Standortbeschreibung. = Beiträge zur Bitterfeld-Wolfener Industriegeschichte, 1996, Heft 6, 35-36.
- Günther Schönfelder u.a.: Bitterfeld und das untere Muldetal. Landschaften in Deutschland. Werte der Deutschen Heimat Band 66, Köln Weimar Wien 2004, 220 ff.