Sudenburg

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St.-Ambrosius-Kirche in Sudenburg

Sudenburg ist ein Stadtteil der Landeshauptstadt Magdeburg. Auf einer Fläche von 5,291 km² leben dort etwa 17.400 Einwohner (Stand: 2011)

[Bearbeiten] Geschichte

Die Gemeinde Sudenburg lag im Mittelalter unmittelbar vor des südlichen Toren der Stadt zwischen Dom und dem Kloster Berge. 965 wird sie erstmals urkundlich erwähnt.

Sudenburg war Besitz der Erzbischöfe von Magdeburg. Zur Gemeinde gehörten auch die Siedlung Rottersdorf, der Flecken St. Michael sowie Judendorf, das nach der Vertreibung der Juden 1493 unter dem Namen Mariendorf an Sudenburg angeschlossen wurde.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen Erzbischof Albrecht II. und Kaiser Otto IV. wurde Sudenburg 1213 erstmals zerstört. Nach dem Wiederaufbau erhielt es durch Erzbischof Albert IV. 1398 die Stadtrechte. Durch die räumliche Nähe zur Stadt Magdeburg und den Ausbau der dortigen Fortfikationen dehnte sich Sudenburg immer weiter nach Süden aus. Im Schmalkaldischen Krieg erfolgte 1550/51 die zweite Zerstörung durch die Magdeburger, die dadurch verhindert wollten, dass Sudenburg durch die Belagerer als Befestigung gegen ihre Stadt ausgebaut wird. Sudenburg wurde unmittelbar danach wieder aufgebaut.

Im April 1631 wurden Sudenburg, St. Michael und Mariendorf auf Befehl des Stadtkommandanten von Falkenberg abgerissen, um die kaiserlichen Truppen unter Tilly aufzuhalten. Der Wiederaufbau erfolgte im Bereich des heutigen Hasselbachplatzes unter maßgeblicher Beteiligung von Hugenotten und Pfälzer Glaubensflüchtlingen, die durch das Gröninger Privileg 1689 die Möglichkeit zur Ansiedlung in Magdeburg und Umgebung erhalten hatten.

Durch den Frieden von Tilsit wurde Sudenburg 1807 Teil des Königreichs Westphalen. Auf Veranlassung der französischen Besatzung wurde die Stadt 1812 vollständig abgebrochen und entlang der Heerstraße nach Halberstadt (heute Halberstädter Straße) neu errichtet. In französischer Zeit führte die Stadt den Namen Katharinenstadt.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts setzte die Industrialisierung ein. Es siedelten sich vor allem Betriebe zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte aus der Region an (Zuckerfabriken, Tabakfabrik). 1840 gab es in Sudenburg bereits sieben Zuckerfabriken. Daneben etablierte sich die Sudenburger Maschinenfabrik und Eisengießerei, die die bereits anssigen Fabriken mit Maschinen belieferte. 1867 wurde Sudenburg als erster größerer Vorort nach Magdeburg eingemeindet.

[Bearbeiten] Verkehr

Im Osten führt an Sudenburg der Magdeburger Ring (B 71) vorbei. Wichtigste Erschließungsstraße ist die Halberstädter Straße, die auch die wichigste Einkaufsstraße im Stadtteil ist.

Die Straßenbahnlinien 1 und 10 der Magdeburger Verkehrsbetriebe verkehren ebenfalls auf der Halberstädter Straße. An der Bahnstrecke Magdeburg-Helmstedt hat Sudenburg einen eigenen Haltepunkt.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

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