St. Ulrici (Sangerhausen)

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Die evangelische Pfarrkirche St. Ulrici in Sangerhausen ist der bedeutendste romanische Sakralbau der Harz-Kyffhäuser-Reion.

Geschichte[Bearbeiten]

Die dreischiffige Pfeilerbasilika mit fünf Apsiden wurde um 1116 bis 1123 nach dem Vorbild der Klosterkirche von Cluny (Frankreich) als Gedächtniskirche des Geschlechts der Ludowinger errichtet und ist somit eines der ältesten Gebäude Sangerhausens. Sie entstand an der Stelle einer älteren Kapelle mit dem gleichen Patrozinium im Bereich der Fronhofsiedlung. Stifter der Kirche war der Thüringische Graf Ludwig der Springer. Von etwa 1270 bis 1539 war sie als Klosterkirche mit einem Zisterzienserkloster verbunden. Mit Einführung der Reformation wurde sie evangelische Pfarrkirche.

Bei einem großeb Stadtbrand 1389 wurde das Kloster zum größten Teil zerstört. Bei der Wiederherstellung wurde der gotische Vierungsturm aufgesetzt, sowie einige gotische Fenster hinzugefügt. Durch einen weiteren Brand 1780 musste das Vierungsgewölbe ausgewechselt werden.

Von 1892 bis 1893 fand erneut eine Instandsetzung der Kirche statt, bei der Portale, Friese und Fenster ausgewechselt und neu gestaltet wurden. Außerdem wurden Emporen, die barocke Orgel und der barocke Altar entfernt und die Kirche wurde im Stil der Neuromanik ausgemalt.

Die Kirche ist Station an der Südroute der Straße der Romanik.

Series Pastorum[Bearbeiten]