St. Marien (Gardelegen)

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Westfassade der Kirche

Die St.-Marien-Kirche ist eine evangelische Pfarrkirche in Gardelegen.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Die heutige Backsteinkirche geht auf eine spätromanische Basilika zurück, von der sich nur im Vierungsbereich Reste erhalten haben. Eine erste Vergrößerung mit Querhaus und Westturm wurde im frühen 13. Jahrhundert begonnen, die Fertigstellung des Querhauses aber noch vor Mitte des 13. Jahrhunderts zugunsten einer fünschiffigen Hallenlösung aufgegeben. Wohl nach dem Stadtbrand von 1306 wurde der dreijochige Langchor mit 5/8-Schluss angefügt. Ende des 15./Anfang des 16. Jahrhunderts wurde das zunächst niedrigere Schiff erheblich erhöht und durchgehend eingewölbt. In dieser Zeit entstanden auch die netzgewölbte Sakristei an der Südseite des Chors und die zweigeschossige Marienkapelle im Norden.

Die oberen Teile des Turms stammen noch aus dem Spätmittelalter. 1658 stürzte der Turm ein. Beim Wiederaufbau wurden 1691 das oberste Geschoss und die Haube mit doppelter Laterne aufgesetzt.

Ausstattung[Bearbeiten]

  • Schnitzaltar mit Kreuzigungsgruppe und Marienkrönung im Zentrum (Anfang 15. Jahrhundert)
  • 2 kleinere Altarretabel des späten 15. Jahrhunderts
  • Doppelfigur der Anna Selbdritt (um 1520)
  • Kanzel (1605)
  • Taufe in Formen der Spätrenaissance, mit Deckel von 1593

Mehrere Ausstattungsstücke wurden auch aus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Nikolaikirche übernommen, darunter die spätgotische Triumphkreuzgruppe und das Epitaph der Familie von Alveneleben (1597)

Series Pastorum[Bearbeiten]

Oberpfarrer