Schachthalde Hohe Linde

Aus Sachsen-Anhalt-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Historische Ansicht mit Seilbahn

Die Schachthalde "Hohe Linde" bei Sangerhausen ist eine künstlich geschaffene Gesteinsaufschüttung und heute ein Industriedenkmal.

Die Halde[Bearbeiten]

Die Form erinnert an eine Pyramide, die Hohe Linde ist aber tatsächlich sogar höher als die Cheops-Pyramide, die größte der drei Pyramiden von Gizeh. Sie besteht aus 20 Millionen Tonnen Abraum, der auf eine Höhe von auf 145 Metern gehäuft wurde. Der Kegel bedeckt eine Grundfläche von 13 Hektar und prägt weithin sichtbar das Landschaftsbild.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Halde aus der Luft betrachtet

Das Gestein stammt aus der nur 46 Jahre währenden Bergbaugschichte Sangerhausens. 1944 wurde der Thomas-Müntzer-Schacht angelegt, um Kupferschiefer abzubauen. Anfangs wurde der dabei entstehende Abraum nördlich des Schachtgeländes gelagert. 1956 wurde dann eine einen Kilometer lange Seilbahn gebaut, die das Gestein zur Hohen Linde transportierte. Bis zur Aufgabe des Bergbaus in Sangerhausen im Jahr 1990 wurde das Gestein dorthin transportiert.

Gegenwart[Bearbeiten]

Die Halde ist heute ein Industriedenkmal, das an die kurze Bergbaugeschichte Sangerhausens erinnert. Das Besteigen des Gesteinsbergs ist verboten. Ab und an finden allerdings geführte Besteigungen statt.

Genaue Lage[Bearbeiten]

{{#display_point: 51.494493, 11.286206 | type=satellite | zoom=13 | width=785 | height=300 }}