Sachsen-Anhalt

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Sachsen Anhalt

Alle Landkreise Sachsen-Anhalts

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Landeshauptstadt Magdeburg
Fläche 20.446,31 km²
Einwohner 2.360.000 (31. Oktober 2009)
Bevölkerungsdichte 116 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote 12,3 % (Juni 2010)
Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)
Regierende Parteien CDU und SPD
Letzte Wahl 20. März 2011
Nächste Wahl
Webseite www.sachsen-anhalt.de

Sachsen-Anhalt ist das Bundesland, um das es in diesem Wiki geht.

Geografie[Bearbeiten]

Regionen[Bearbeiten]

  • Altmark
  • Anhalt-Wittenberg
  • Chemiedreieck
  • Elbe-Börde-Heide / Region Magdeburg
  • Harz
  • Mansfelder Land
  • Ostfalen
  • Saale-Unstrut-Region

Mittelgebirge und Berge[Bearbeiten]

Das größte Mittelgebirge Sachsen-Anhalts ist der Harz, in dem auch die höchste Erhebung von Sachsen-Anhalt und ganz Norddeutschlands liegt. Dies ist mit 1.141,1 m ü. NN der Brocken.

Gewässer[Bearbeiten]

Flüsse[Bearbeiten]

Die nachfolgenden Flüsse und Ströme durchfließen Sachsen-Anhalt ganz oder nur teilweise. Die in Klammern stehenden Zahlen geben die Gesamtlänge wieder.

Seen[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Landtagsgebäude am Domplatz in Magdeburg

Das Land Sachsen-Anhalt wird seit 2006 aus einer Koalition von CDU und SPD regiert. Ministerpräsident ist seit 2011 Reiner Haseloff, der dem bei der Landtagswahl nicht mehr angetretenen Wolfgang Böhmer folgte.

Der am 20. März 2011 gewählte Landtag hat 105 Abgeordnete, von denen 41 der CDU-Fraktion, 26 der SPD, 29 der Linkspartei und 9 Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt angehören.

Von 1990 bis 1994 war Rainer Robra Staatssekretär im Justizministerium des Landes Sachsen-Anhalt und dort maßgeblich am Aufbau des Justizwesens im Land beteiligt.

Geschichte[Bearbeiten]

Wappen des Landes Sachsen-Anhalt

Nach dem Zweiten Weltkrieg enstand auf Veranlassung der Sowjetischen Besatzungemacht durch die Vereinigung von Teilen der früheren preußischen Provinz Sachsen (ohne den Regierungsbezirk Erfurt, der an Thüringen fiel) mit dem Land Anhalt die neue "Provinz Sachsen", der auch alle innerhalb des Gebiets gelegenen Enklaven anderer Länder (z. B. die früheren braunschweigischen Ämter Blankenburg und Calvörde) zugeschlagen wurden. Hauptstadt wurde Halle (Saale). Am 18. November 1946 trat im Stadtschützenhaus in Halle der am 20. Oktober 1946 gewählte Landtag der Provinz Sachsen zusammen. In seiner zweiten Sitzung beschloss er am 3. Dezember 1946 die Umbenennung in "Provinz Sachsen-Anhalt". Mit der Auflösung des Landes Preußen durch die Alliierten wurde 1947 die Bezeichnung "Provinz" fallen gelassen. Am 10. Januar 1947 verabschiedete der Landtag eine Landesverfassung, der Entwürfe von SED und CDU zugrunde lagen. Am 3. Oktober 1947 wurde das neue Landtagsgebäude in der ehemaligen Artilleriekaserne an der Merseburger Straße in Halle eröffnet.

Für die SED waren die Länderstrukturen ein zu beseitigendes Relikt der Feudalzeit. Mit dem am 23. Juli 1952 durch die Volkskammer beschlossenen "Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus der staatlichen Organe in den Ländern der Deutschen Demokratischen Republik" wurde die Abschaffung der Länder eingeleitet. Zwei Tage später vollzogen die Länderparlamente ohne Debatte die Selbstauflösung. Die letzten Gesetze, die die Neubildung der Bezirke und die Neugliederung der Kreise regelten, waren durch die Regierung in Ostberlin vorgegeben worden. Aus dem Gebiet Sachsen-Anhalts entstanden im wesentlichen die Bezirke Magdeburg und Halle. In der Peripherie fielen Teile auch an die Bezirke Leipzig, Erfurt, Potsdam und Cottbus. Dafür wurde das früher brandenburgische Havelberg dem Bezirk Magdeburg zugewiesen.

Nach der Wende entstanden die Länder am 27. November 1990 neu. Bei der Neugründung wurden die Grenzverschiebungen der DDR-Verwaltungsreform von 1952 teilweise beibehalten, so dass Gebiete, die 1946 bis 1952 zum Land Sachsen-Anhalt gehörten, heute Teil von Thüringen, Sachsen und Brandenburg sind. Havelberg blieb bei Sachsen-Anhalt.

Im Jahr 2012 feierte Sachsen-Anhalt die Geburtsstunde der Region Anhalt mit dem Themenjahr Anhalt 800.

Rechtswesen[Bearbeiten]

Obere Landesgerichte in Sachsen-Anhalt sind das Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt in Dessau-Roßlau, das Oberlandesgericht Naumburg, das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg, das Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt in Halle (Saale), das Finanzgericht des Landes Sachsen-Anhalt in Dessau sowie das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt in Halle (Saale).

In der ordentlichen Gerichtsbarkeit unterteilt sich der Bezirk des OLG Naumburg in die vier Landgerichtsbezirke Dessau, Halle, Magdeburg und Stendal.

Bildung[Bearbeiten]

Das Land verfügt über zwei Universitäten in Halle und Magdeburg sowie mehrere weitere Hochschulen und Fachhochschulen.

Das weiterführende Schulwesen decken unter anderem über 80 Gymnasien ab. Zu den Schulen in Trägerschaft des Landes gehören die Landesschule Pforta, das Landesgymnasium für Musik und das Sportgymnasium Halle.

Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung erlangten 2011 in Sachsen-Anhalt nur 36,8 Prozent der Absolventen das Abitur oder Fachabitur (Bundesdurchschnitt: 51,1 Prozent). Mit 11,3 Prozent Schulabgängern ohne Abschluss (bundesweit: 6,2 Prozent) lag das Land 2012 unter den Bundesländern auf dem vorletzten Platz.[1]

Bürgermedien[Bearbeiten]

Neben den Angeboten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und den kommerziellen, privaten Rundfunksendern gibt es den sogenannten "Rundfunk der dritten Art"- dazu zählen die offenen Kanäle und die freien nichtkommerziellen Lokalradios. Der Bürgerfunk ermöglicht es jedem Interessierten eigene Fernseh- und Hörbeiträge zu produzieren und auszustrahlen. In Sachsen-Anhalt gibt es sieben Offene Kanäle, die mit Unterstützung der MSA den kostenlosen, selbstverantworteten und unzensierten Zugang zu TV-Produktions- und Sendeanlagen gewähren.

Offene Kanäle[Bearbeiten]

Nichtkommerzielle Lokalradios[Bearbeiten]

Sachsen-Anhalt als Dreh- und Filmproduktionsort[Bearbeiten]

  • Übersichtseite von Filmen und Fernsehserien, die in Sachsen-Anhalt gedreht bzw. produziert wurden oder die einen Sachsen-Anhalt-Bezug haben.

Ausstellungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  1. Jeder Achte verlässt Schule ohne Abschluss. In: Magdeburger Volksstimme, 25. Juni 2013