Rübeland

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Sitz der ehemaligen Gemeindeverwaltung
Kirche in Rübeland

Rübeland ist ein Ortsteil der Stadt Oberharz am Brocken. Es liegt im Tal der Bode und hat ca. 1400 Einwohner. Der Ort, der seit 2004 offiziell den Beinamen Höhlenort trägt, wurde besonders durch seine Tropfsteinhöhlen bekannt, die zu den ältesten und bekanntesten Schauhöhlen in Deutschland zählen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Rübeland ist ein alter Hüttenstandort. Im zweiten Teilungsrezess der Grafen Ulrich und Bernhard von Reinstein (Regenstein) von 1448 wird erstmals eine Eisenhütte zu Ruveland erwähnt. Im 19. Jahrhundert war der Ort Sitz der braunschweigischen Oberhütteninspektion, die die Aufsicht über alle braunschweigischen Hüttenwerke mit zusammen 340 Arbeiter führte.

1950 wurde die Gemeinde Neuwerk nach Rübeland eingemeindet. 2004 wurde Rübeland mit Königshütte (Harz) und Elbingerode (Harz) zur Einheitsgemeinde Stadt Elbingerode (Harz) vereinigt, die ihrerseits am 1. Januar 2010 in der Stadt Oberharz am Brocken aufging.

[Bearbeiten] Religionen

Die evangelische Kirchengemeinde in Rübeland gehört zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.

[Bearbeiten] Verkehr

Rübeland liegt an der Bundesstraße 27, von der in der Ortsmitte eine Verbindungsstraße zur Bundesstraße 81 abzweigt. Durch den Ort führt die Rübelandbahn, eine eingleisige elektrifizierte Bahnstrecke, die zur Zeit nur im Güterverkehr bedient wird.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Baumannshöhle: Schauhöhle, die der Überlieferung zufolge in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts durch einen - vermutlich nur legendären - Bergmann namens Friedrich Baumann bei der Suche nach Eisenerz entdeckt wurde. Organisierte Führungen in der Höhe gibt es seit 1646. Seit 1668 steht die Höhle unter Schutz. Zu den prominentesten Besuchern gehörte Johann Wolfgang von Goethe. In dem nach ihm benannten "Goethesaal", dem größten Hohlraum in der Baumannshöhle können Veranstaltungen mit bis zu 300 Sitzplätzen stattfinden.
  • Hermannshöhle: Die Hermannshöhle wurde 1866 bei Straßenbauarbeiten entdeckt und nach ihrem Erforscher Hermann Grotrian benannt. Sie wurde als erste Höhle in Deutschland mit elektrischer Beleuchtung ausgestattet und am 1. Mai 1890 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bekannt ist die Hermannshöhle auch für die dort ausgesetzten Grottenolme (Proteus anguinus Laur).

[Bearbeiten] Weblinks

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