Pyramiden des Mansfelder Landes

Aus Sachsen-Anhalt-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Pyramiden des Mansfelder Landes sind drei durch den ehemaligen Kupferschieferbergbau entstandene Abraumhalden in Spitzkegel-Form der Schachtanlagen Fortschritt-Schacht (ehemals Wolf-Schacht), Ernst-Thälmann-Schacht (ehemaliger Vitzthum-Schacht) und Otto-Brosowski-Schacht (ehemaliger Paulschacht), die weit über das Land zu sehen sind. Die ab 1941 (Ernst-Thälmann-Schacht) aufgeschütteten Spitzkegelhalden wurden im Gegensatz zu den Spitzkegelhalden des Sangerhäuser Reviers auf die bereits vorhandenen Flachhalden aufgeschüttet. Die 153 m hohe Halde des Fortschritt-Schachtes ist die höchste Halde des Mansfelder und Sangerhäuser Reviers. Die Halden befinden sich im Harzvorland zwischen Lutherstadt Eisleben und Hettstett und sind Wahrzeichen des Mansfelder Landes. Das Betreten dieser Halden ist untersagt. Zu bestimmten Anlässen (von den Bergbau-Vereinen organisierte öffentliche Haldenbesteigungen) wird ein Aufstieg hin und wieder ermöglicht.

Bergbau im Revier Mansfeld und Sangerhausen[Bearbeiten]

Der Kupferbergbau und die kupferverarbeitenden Industrien waren für einen Zeitraum von 790 Jahren die wichtigste Erwerbsquelle der Bevölkerung im südöstlichen Harzvorland. Einer Überlieferung zufolge nach sollen die beiden aus Sachsen eingewanderten Bergknappen Nappian und Neucke im Jahr 1199 in Hettstett das erste Kupferschiefer gefunden und so den Kupferschieferbergbau im Mansfelder Land begründet haben.

Insgesamt wurden in den Revieren um Mansfeld, Eisleben und Sangerhausen 2,6 Millionen Tonnen reines Kupfer und 14200 Tonnen reines Silber zu Tage gefördert. Seit 1950 verlagerte sich der Kupferbergbau zunehmend in die Gegend rund um die Stadt Sangerhausen, bevor der gesamte Bergbau in Mansfelder Land im Jahre 1969 endgültig eingestellt wurde. An die Zeit des Kupferschieferbergbaus erinnern noch einige alte Schachtanlagen, Halden und Denkmale. Die Pyramiden des Mansfelder Landes dienen dabei der Erinnerung an die letzte große Bergbauphase in den 1950er und 1960er Jahren.

Weblinks[Bearbeiten]