Platzbahnkegeln

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Beim Platzbahnkegeln wird die Kugel geworfen.

Platzbahnkegeln ist eine seltene Sportart, die im Mansfelder Land im Landkreis Mansfeld-Südharz ausgeübt wird.

Herkunft[Bearbeiten]

Die Kugel darf den Boden nicht berühren, bevor sie die Kegel trifft.

Wahrscheinlich wurde das Spiel von Bergleuten aus Österreich mitgebracht. Die wanderten um 1500 in die Region ein, als der Kupferabbau aufblühte. Bis heute hat sich Platzbahnkegeln im Mansfelder Land gehalten. Seit 1964 werden dort auch Meisterschaften ausgetragen. Damit ist Mansfeld die einzige Region der Welt, in der dieser Sport wettkampfmäßig betrieben wird. Seit der Wende sind die Platzbahnkegler sogar in einem eigenen Verband organisiert.

Namensgebung[Bearbeiten]

Zur Herkunft des Namens gibt es zwei Vermutungen: So könnte der Platz, den dieses Spiel benötigt, ausschlaggebend gewesen sein. Es gibt allerdings auch Annahmen, in denen das Aufeinanderplatzen von Kugel und Kegel namensgebend ist.

Spiel[Bearbeiten]

Das Spiel erfordert viel Kraft.

Beim Platzbahnkegeln wird die Kugel nicht gerollt, sondern geworfen. Sie hat einen Durchmesser von maximal 24 Zentimetern. Die Kegel haben einen Durchmesser von 10 Zentimetern und eine Höhe von 50 Zentimetern. Einzig der Königskegel ist 3 Zentimeter höher. Aus 6 Metern Entfernung muss der Spieler versuchen, möglichst viele der neun Kegel mit einem Wurf zu treffen. Da die Kugeln ca. 6 Kilo schwer sind, wird das Spiel zumeist von Männern gespielt. Der Platz ist in der Regel mit Gummimatten ausgelegt. Zudem verhindert eine Fangwand, dass die Kugeln Schaden anrichten.

Weblinks[Bearbeiten]