Paul Oskar Schuster

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Paul Oskar Schuster (* 10. Januar 1888 in Peine; † 11. Juni 1971 in Leer) war von 1934 bis 1945 Generaldirektor der Mitteldeutschen Landesbank-Girozentrale für die Provinz Sachsen, Thüringen und Anhalt in Magdeburg.

Leben[Bearbeiten]

Schuster war ein Sohn des Justizrats Georg Schuster in Goslar. Er studierte nach dem Abitur, das er am Gymnasium in Goslar absolvierte, Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Heidelberg, Leipzig und Göttingen. In Heidelberg war er Mitglied des Corps Vandalia. 1909 bestand er das Referendarexamen. 1911 wurde er Regierungsreferendar in Schleswig. Nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Oberleutnant der Reserve war er ab 1920 Regierungsassessor im Preußischen Ministerium des Innern in Berlin.

1921 bis 1934 war Schuster Landrat des Kreises Cammin in Pommern. 1934 wurde er Generaldirektor der Mitteldeutschen Landesbank-Girozentrale für die Provinz Sachsen, Thüringen und Anhalt in Magdeburg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war er von 1946 bis 1947 im Aufbauministerium in Hannover tätig. 1948 wurde er Oberkreisdirektor des Kreises Leer in Ostfriesland. 1955 zog er für die CDU in den Niedersächsischen Landtag ein, dem er von 1955 bis 1963 angehörte. Von 1957 bis 1959 war er Präsident des Niedersächsischen Landtag, von 1959 bis zu seinem Ausscheiden Vorsitzender des Ausschusses für innere Verwaltung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Mitglieder der Vandalia zu Heidelberg nach dem Stande vom 29. September 1935. Berlin 1935, S. 271
  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994: Biographisches Handbuch, 1996, S.354-355