Mulde

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Mulde

Lage Sachsen, Sachsen-Anhalt
Länge 124 km
Quelle Vereinigung von Zwickauer und Freiberger Mulde bei Großbothen
Quellhöhe 132,4 m ü. NN
Mündung Bei Roßlau in die Elbe
Mündungshöhe ca. 57 m ü. NN
Nebenflüsse Lache, Mühlgraben, Spittelwasser, Jonitzer Mulde, Pelze
Angrenzende Städte Bitterfeld-Wolfen, Dessau-Roßlau, Grimma, Bad Düben, Eilenburg
Die Mulde bei Jeßnitz
Muldewehr bei Dessau

Die Mulde, auch Vereinte oder Vereinigte Mulde, ist ein nicht schiffbarer Nebenfluss der Elbe. Sie entsteht in Sachsen durch Vereinigung von Zwickauer Mulde und Freiberger Mulde südöstlich von Leipzig bei Großbothen.

Die Mulde gilt als der am schnellsten fließende Fluss Mitteleuropas, wobei dies sicher nur auf höhere Wasserstände zutrifft. Der Name Mulde könnte "Die Mahlende" bedeuten und auf die Vielzahl der früher am Fluss betriebenen Mühlen hinweisen. Das Einzugsgebiet des Flusses umfasst große Teile Sachsens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verlauf

Hinter Bad Düben verlässt die Mulde sächsisches und berührt sachsen-anhaltisches Gebiet. Östlich von Bitterfeld wird sie zum Muldestausee zwischen Pouch und Friedersdorf aufgestaut und fließt an Muldenstein, Jeßnitz, Raguhn und Dessau vorbei. Nördlich von Dessau und südlich von Roßlau mündet sie nach einer Gesamtlänge von 124 Kilometern in die Elbe.

Verlauf der Mulde

[Bearbeiten] Belastung

Zu Zeiten der DDR war die Mulde ein chemisch sehr stark belasteter Fluss. Angrenzende Chemie-Industrien, wie damals etwa in Bitterfeld oder Freiberg ansässig, leiteten ihre Abwässer größtenteils ungeklärt in die Mulde bzw. deren Zuflüsse. Nach der politischen Wende Anfang der 90er Jahre verbesserte sich die Situation erheblich, vor allem durch striktere Umweltauflagen für die produzierenden Betriebe. Anfangs befand sich die Gewässergüte noch im Bereich IV (übermäßig verschmutzt), wohingegen sie sich mittlerweile auf II (mäßig belastet) verbessert hat. Auch wenn Flora und Fauna sich zunehmend erholen, wird vom Verzehr von Fisch aus der Mulde weiterhin abgeraten, da er durch Chemie-Altlasten in den Böden vergiftet sein könnte.

[Bearbeiten] Hochwasser

Die Mulde erlangte neben der Elbe, der Müglitz und der Weißeritz traurige Berühmtheit durch die so genannte Jahrhundertflut im August 2002.

[Bearbeiten] Weblinks


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