Mansfelder Turnverein 1882

Aus Sachsen-Anhalt-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Mansfelder Turnverein ist ein Sportverein in Mansfeld im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Mansfelder Turnverein führt seine Tradition auf den "Männerturnverein Leimbach 1882" zurück. Die "Bohm'sche Gastwirtschaft" in Leimbach war am 18. Juni 1882 der Gründungsort des Vereins.

§1 der ersten Vereinssatzung besagt: "Gelegenheit und Anleitung zu regelmäßigen turnerischen Leibesübungen zu geben und dadurch das Gefühl der Zugehörigkeit auszubilden." Laut alten erhaltenen Aufzeichnungen muss der Trunbetrieb sehr gut organisiert und angeleitet gewesen sein. Die ersten Turnstunden wurden auf dem städtischen Schulsportplatz (Kindergarten Promenade) abgehalten. Im Winter wurde der Turnbetrieb in den Sälen der Gaststätten durchgeführt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war Turnsports nicht mehr sonderlich populär. Viele ehemalige Turnfreunde wandten sich eher dem Fußball zu. Eine Wende setzte in den ausgehenden 1940er Jahren ein. Beim Hettstedter Kreissportfest gewann der Traditionssport Turnen wieder an Bedeutung. Obwohl es viele Enttäuschungen und Rückschläge in den Jahren des Wiederaufbaus gab, blieb die Sparte Turnen in Leimbach bestehen. Die Mitglieder bewiesen damit ihr Pflichtgefühl und ihren Willen, die guten und fortschrittlichen Traditionen des Trunsports zu wahren und zu hüten. Im Kinder- und Jugendbereich wurden immer mehr Erfolge verzeichnet. Engere Beziehungen zur Nationalmannschaft der ehemaligen DDR wurden geknüpft und gefestigt. Einen Höhepunkt dieser Beziehungen stellte der Besuch der Nationalmannschaft zur 100-Jahrfeier 1982 dar.

Im Jahr 2007 feierte der Verein mit zahlreichen Veranstaltungen sein 125-jähriges Jubiläum. Der Verein versucht seine Tradition in der heutigen Zeit aufrecht zu erhalten. Dazu zählt auch der Jahn'sche Wahlspruch der Turnergemeinde: "Frisch, fromm, fröhlich, frei."

  • Frisch nach dem Rechten und Erreichbaren streben, das Gute tun, das Bessere bedenken, und das Beste wählen.
  • Fromm die Pflichten erfüllen, leutseelig und folglich und zuletzt die Letzte, den Heimgang. Dafür werden sie gesegnet sein, mit Gesundheit des Leibes und der Seele, mit Zufriedenheit so alle Reichtümer aufwiegt, mit erquickenden Schlummer nach des Tages Last, und bei des Lebens Müde durch sanftes Entschlafen.
  • Fröhlich die Gaben des Lebens genießen, nicht in Trauer vergehen über das Unvermeidliche, nicht in Schmerz erstarren, wenn die Schuldigkeit getan ist, und den höchsten Mut fassen, sich über das Mißlingen der besten Sache zu erheben.
  • Frei sich halten von der Leidenschaft Drang, und des Vorurteils Druck, und des Daseins Ängsten.

Aus den Anfangsbuchstaben des Turnwahlspruches, den vier "F", formte der Darmstädter Kupfersticher Heinrich Felsing 1843/46 das Turnerkreuz.

Turnplatz[Bearbeiten]

Gegenüber der Turnhalle des Turnvereins liegt der nach Friedrich Ludwig Jahn benannte Turnplatz, auf dem bis heute zu Feierlichkeiten in der Öffentlichkeit vorgeturnt und das Leitbild Jahns somit auch offiziell nach außen getragen wird.

Weblinks[Bearbeiten]