Magdeburg

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Magdeburg

Landkreis Kreisfreie Stadt
Fläche 200,97 km²
Einwohner 228.910'
PLZ 39104–39130
Vorwahl 0391
Kfz-Kennzeichen MD
Bürgermeister/in Lutz Trümper (SPD)
Webseite www.magdeburg.de
Dom zu Magdeburg vom Elbufer aus
Kreuzung Ernst-Reuter-Allee/Otto-von-Guericke-Straße

Magdeburg ist die Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt. Mit etwa 228.910 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt sowie eines der drei Oberzentren des Landes.[1] Magdeburg ist sowohl evangelischer als auch katholischer Bischofssitz und Standort zweier Hochschulen, der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH). Zudem beherbergt Magdeburg zahlreiche Außeruniversitäre Einrichtungen. Durch eine seit 2011 laufende Imagekampagne wird Magdeburg unter Bezugnahme auf Kaiser Otto I. als "Ottostadt" beworben.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das an einer alten Ost-West-Handelsstraße und an einem wichtigen Elbübergang gelegene karolingische Grenzkastell Magdeburg wurde 805 im Diedenhofer Kapitular Karls des Großen als Magadoburg erstmals erwähnt. Unter Kaiser Otto I. war es Kaiserpfalz und entwickelte sich in dieser Zeit zu einer der Metropolen des Abendlands. Die Stadtherrschaft ging im 10. Jahrhundert nach und nach an das von Otto 937 gegründete Moritzkloster über. Am 9. Juli 965 verlieh er dem Moritzkloster Markt, Münze und Zoll sowie den Bann und die Gerichtsbarkeit über die Juden und die sich in der Stadt aufhaltenden Kaufleute. 968 wurde Magdeburg Sitz des neugegründeten Erzbistums Magdeburg, das in die Rechte des Moritzklosters eintrat. Mit der Bestätigung der von Otto I. an das Erzbistum Magdeburg verliehenen Rechte durch dessen Sohn Otto II. (4. Juni 973) ging die Stadtherrschaft endgültig vom König auf das Erzbistum über.

Unter der Herrschaft des Erzbischofs Wichmann von Seeburg-Querfurt kam es zu einem Aufschwung von Handel und Gewerbe. Eine Stadterhebungsurkunde ist nicht bekannt. Sie wurde entweder bei der Zerstörung der Stadt 1631 vernichtet oder hat nicht existiert. Möglicherweise hat sich das Stadtrecht vom 10. bis 12. Jahrhundert als Gewohnheitsrecht aus dem Kaufmanns- und Marktrecht herausgebildet. Spätestens 1159 ist Magdeburg als Stadt im Rechtssinn anzusehen. Bis 1244 ist auch die Bildung eines stadtbürgerlichen Rats vollzogen. Magdeburg gehörte von Beginn an zu entstehenden Hanse.

Im Juni 1524 predigte Martin Luther wiederholt in Magdeburg, das kurz darauf die Reformation einführte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es am 10. Mai (jul. Kalender)/20. Mai (greg. Kalender) 1631 durch kaiserliche Truppen erobert und zerstört. Mit etwa 20.000 Toten kamen dabei etwa zwei Drittel der Einwohner ums Leben. Dieses Ereignis wurde auch als Magdeburger Hochzeit bekannt. Otto von Guericke leitete als Bürgermeister den Wiederaufbau und vertrat die Interessen der Stadt bei den Friedensverhandlungen von Münster und Osnabrück.

Im Frieden von Prag fielen Stadt und Erzbistum 1635 an Prinz August von Sachsen, der bereits 1628 zum Administrator des Erzstifts gewählt worden war. Im Westfälischen Frieden wurde die Anwartschaft Brandenburg zugesprochen, das Stadt und Erzstift nach dem Tod Augusts von Sachsen 1680 erhielt. Durch das Gröninger Privileg von 25. Mai 1689 förderte Kurfürst Friedrich III. die Ansiedlung von französisch-reformierten Flüchtlingen aus der Kurpfalz in einer selbstverwalteten Kolonie innerhalb der Magdeburger Alt- und Neustadt.

1807 kam Magdeburg vorübergehend an das Königreich Westphalen und wurde Verwaltungssitz des Elbdepartements. 1814 an Preußen zurückgegeben, wurde es 1816 Sitz des Regierungsbezirks Magdeburg.

Bereits 1801 war in Magdeburg die erste Rübenzuckerfabrik eröffnet worden. In preußischer Zeit nahm die Stadt einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung. Dazu trug nicht zuletzt der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bei. 1840 erhielt die Stadt Anschluss an das entstehende preußische Eisenbahnnetz. 1839 wurde in Magdeburg der erste Raddampfer gebaut. 1866 begann die Kettenschiffahrt auf der Elbe, ein System mit dem bis 1874 der gesamte Flusslauf bis Hamburg erschlossen wurde. 1893 ging der neue Elbhafen in Betrieb.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einer Industriesmetropole mit bedeutenden Unternehmungen der Schwerindustrie, des Maschinenbaus und der Rüstungsindustrie. Ortsansässige Unternehmen waren unter anderem das Maschinenbauunternehmen von Hermann Jacques Gruson und die Dampfkessel- und Lokomobilfabrik von Rudolf Ernst Wolf.

Zur Zeit der Weimarer Republik war die Stadt durch eine sozialdemokratische Mehrheit im Stadtrat geprägt. Bei den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung 1919 kam die SPD auf 52,8 % der Stimmen, die linksliberale Deutsche Demokratische Partei (DDP) auf 30,2 %, das katholische Zentrum auf 2,3 % die Bürgerliche Einheitsliste auf 7,1 % und die USPD auf 7,5 %. Hermann Beims wurde zum ersten SPD-Oberbürgermeister gewählt. Magdeburg war Gründungort sowohl des rechten "Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten", der durch den Magdeburger Fabrikanten Franz Seldte initiiert wurde, als auch des republikanischen "Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold".

Am 16. Januar 1945 wurde Magdeburg bei einem alliierten Bombenangriff schwer getroffen. Die Altstadt wurde zu 90 Prozent zerstört, etwa 2500 Menschen kamen ums Leben. Damit ist Magdeburg neben Dresden und Köln eine der am schwersten zerstörten deutschen Städte.

Von 1947 bis 1990 war die Stadt Sitz des DDR-Bezirks Magdeburg. In dieser Zeit war es ein Zentrum des Schwermaschinenbaus. Aus dem früheren Grusonwerk wurde die Keimzelle des Schwermaschinenbau-Kombinats "Ernst Thälmenn" (SKET), das bis zu 30.000 Arbeiter beschäftigte. Nach der Wiedervereinigung wurde Magdeburg Landeshauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt und setzte sich damit gegen die konkurrierenden Bewerber Halle (Saale) und Dessau durch.

[Bearbeiten] Hochwasser 2013

Die tagelang anhaltenden Regenfälle Ende Mai/Anfang Juni 2013 haben in Sachsen-Anhalt eine schwere Flutkatastrophe verursacht. Sachsen-Anhalt droht nach offiziellen Einschätzungen ein noch schlimmeres Hochwasser als bei der Jahrhundertflut 2002. Die Seite Hochwasser 2013 in Magdeburg dokumentiert die Geschehnisse, Pegelstände, Entwicklungen beginnend vom 3. Juni 2013.

[Bearbeiten] Stadtteile

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

Magdeburg ist Sitz der Landesregierung des Landes Sachsen-Anhalt und weiterer Landesbehörden, darunter des Landeshauptarchivs und des Oberverwaltungsgerichts.

[Bearbeiten] Kultur

Landesfunkhaus des MDR

[Bearbeiten] Museen

[Bearbeiten] Theater

Magdeburg verfügt über ein Vierspartentheater mit eigenen Ensembles für Musiktheater, Philharmonie, Schauspiel und Ballett.

Das 1958 gegründete Puppentheater gilt als eines der größten seiner Art in Europa.

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Musik

In der Stadt gibt es seit den 60ern Bands diverser Musikrichtungen. Hier möchten wir zunehmend immer mehr davon alphabetisch geordnet und mit Angabe zu den aktiven Jahren festhalten.

[Bearbeiten] Freizeitgestaltung

[Bearbeiten] Parks in Magdeburg

[Bearbeiten] Sport in Magdeburg

[Bearbeiten] Sportvereine

[Bearbeiten] Sportstätten

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Flugverkehr

40 km südwestlich von Magdeburg liegt der Flughafen Magdeburg/Cochstedt, auf dem im Mai 2011 der Linienflugbetrieb aufgenommen wurde.

[Bearbeiten] Eisenbahn

Der Magdeburger Hauptbahnhof ist neben dem Hauptbahnhof in Halle (Saale) der wichtigste Bahnhof für den Bahnverkehr in Sachsen-Anhalt. Er gehört zur Bahnhofskategorie 2 und ist Verkehrshalt für den Fernverkehr nach Dresden und Oldenburg (Oldb) (ICE 50 und IC 56) sowie Leipzig und Köln (IC 55). Der Hauptbahnhof ist Zentrum des Schienenpersonennahverkehrs in der Region und der S-Bahn Magdeburg. Über den HarzElbeExpress bestehen Verbindungen über Quedlinburg und Halberstadt nach Thale (RE 5), über Halberstadt und Wernigerode nach Vienenburg sowie nach Blankenburg (Harz).

Der unmittelbar angrenzende Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) und einige Haltepunkte der Straßenbahn verbinden den Hauptbahnhof Magdeburg mit dem innenstädtischen ÖPNV.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

In Magdeburg wurden zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten geboren, darunter der Politiker und Erfinder Otto von Guericke, der Pädagoge und Mitgründer der Turnbewegung Karl Friedrich Friesen und der Schriftsteller und Kabarettist Erich Weinert.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Magdeburg kleiner als Halle. In: Magdeburger Volkstimme, 6. Februar 2013
  2. Otto spaltet: Werbefeldzug für Magdeburg geht mit Lob und Tadel ins vierte Jahr. In: Magdeburger Volksstimme, 14. Oktober 2013

[Bearbeiten] Literatur

  • Maik Hattenhorst: Magdeburg 1933. Eine rote Stadt wird braun. Halle (Saale) 2010
  • Wolfgang Knape: Ottostadt Magdeburg. Ein Führer durch die 1200-jährige Domstadt. Wernigerode 2011
  • Matthias Puhle: Magdeburg im Mittelalter. Der Weg von der Pfalz Ottos des Großen bis zur Hansestadt um 1500. Halle (Saale) 2005

[Bearbeiten] Weblinks


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