MEC Halle 04 - Saale Bulls

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Der MEC Halle 04 - Saale Bulls ist der einzige Eishockeyverein Sachsen-Anhalts und kommt aus Halle. Momentan spielt der Verein in der 3. Liga, in der Oberliga Ost. Ihre Heimspiele absolvieren die Saale Bulls in der halleschen Eissporthalle, die momentan Volksbankarena heißt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Hallesches Eishockey in der DDR (1969 bis 1990)

Die Geschichte des Halleschen Eishockeys beginnt in den 1950er Jahren, als erstmals Mannschaften auf einer Natureisfläche teilnahmen. Nachdem 1967 ein eishockeytaugliches Stadion eröffnet worden war, wurde 1969 die BSG Aufbau Halle gegründet, die nach der Reduzierung der DDR-Oberliga auf zwei Teams an der „Bestenermittlung“ der Sieger der Bezirksmeisterschaften teilnahm. Dort erreichte die Spielgemeinschaft die A-Gruppe. Nach Schließung der Eissporthalle im Jahr 1990 wurde die BSG Aufbau schließlich aufgelöst.[1]

[Bearbeiten] Neuanfang nach der Wende (1990 bis 1999)

Trotz Protestaktionen und Unterschriftensammlungen dauerte es bis 1998, bis die Eissporthalle spielbetriebstauglich saniert werden konnte. Am 10. Juli 1997 trat der als SG Aufbau Halle wiedergegründete Verein dem Universitätssportverein Halle, kurz USV, mit den Sektionen Eissport und Inlineskating bei. Die Eishockeyabteilung des USV startete in der Sächsischen Landesliga, wo die Mannschaft vor bis zu 3.500 Zuschauern in der Saison 1998/99 den dritten Platz belegen konnte. Währenddessen spalteten sich einige Mitglieder der Eishockeyabteilung vom USV ab um mit Aufbau Halle einen direkten Nachfolger der BSG und SG Aufbau zu gründen.[1]

[Bearbeiten] ESC Saaleteufel Halle (1999 bis 2004)

Am 6. Juli 1999 wurde der ESC Saaleteufel Halle mit dem Anspruch, Eishockey in Halle auf hohem Niveau langfristig zu etablieren, gegründet. Die Eishockeyabteilung des Universitätssportvereins trat dem ESC bei. In der Saison 1999/00 wurde der Spielbetrieb mit dem Ziel des direkten Aufstiegs in die nächsthöhere Spielklasse, die Sachsenliga, in der untersten Spielklasse, der Landesliga Sachsen, aufgenommen. Den Kern der Mannschaft um Trainer Michael Barta bildeten einige Spieler mit Erfahrungen in der Nationalmannschaft der DDR, unter anderem Thomas Graul, Dietmar Peters, Rainer Patschinski und Harald Kuhnke. Der Aufstieg wurde geschafft, der Zuschauerschnitt lag bei 1.500 bis 2.000 Besuchern pro Spiel.

In der Saison 2001/02 nahm der ESC erstmals als Vertreter des Sächsischen Eissportverbandes an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Süd teil, wo die Qualifikation für die vierthöchste Spielklasse geschafft wurde. Der Regionalliga gehörten die Saaleteufel von 2002 bis 2004 an, bis schließlich ein Insolvenzantrag gegen den Verein gestellt werden musste. Wegen der sich abzeichnenden Insolvenz der Saaleteufel wurden im Frühjahr 2004 der ESV Halle und später der ESC Halle 04 gegründet. Zugleich fanden Teile des Nachwuchses der Saaleteufel beim SKC TaBeA Halle in der Abteilung „Eissport“ eine neue Heimat.

[Bearbeiten] Saale Bulls (seit 2004)

Der ESC Halle 04 wurde von den Betreibern der Halleschen Eissporthalle, Andreas Werkling und Frank Busch sowie Daniel Mischner und Andreas Haschke gegründet. Erster Trainer des Vereins war Jaroslav Šťastný, der in seiner aktiven Zeit unter anderem für den ETC Crimmitschau in der damals zweitklassigen Eishockey-Oberliga gespielt hatte. Die Erste Mannschaft, die Saale Bulls nahmen den Platz der Saaleteufel in der Regionalliga ein, während die Nachwuchsarbeit und die Amateurmannschaften im ESV Halle angesiedelt wurden.

Die Premierensaison beendete der ESC mit dem Gewinn der Meisterschaft der Regionalliga Ost, in der anschließenden Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord mit den Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen belegten die Hallenser hinter den Ratinger Ice Aliens den zweiten Platz und verpasste damit die sportliche Qualifikation für die folgende Oberligasaison. Somit startete das aufgrund der neuen U23-Spieler-Regel stark verjüngte Team auch in der Spielzeit 2005/06 in der Regionalliga Nord-Ost. Erklärtes Ziel bei einem Etat von 300.000 Euro war der Aufstieg in die Oberliga, der aber nach einer Niederlage im Play-off-Halbfinale gegen den Rostocker EC verpasst wurde.

In der Saison 2006/07 belegte der ESC Halle den vierten Platz, welcher die Berechtigung für einen Lizenzantrag für die Oberliga-Spielzeit 2007/08 bedeutete. Dieser konnte erfolgreich gestellt werden, sodass die Mannschaft in der folgenden Saison in der dritthöchsten deutschen Liga startete. Die Trainer der ersten Oberligamannschaft in der Geschichte des ESC waren Ivan Horak und Robert Torgler. Die Saison wurde auf Platz 6 beendet, sodass die Saale Bulls in den Play-downs um den Klassenerhalt spielen mussten. Gegner war der EHC Thüringen, der mit 4:0 Siegen bezwungen werden konnte.

Zur Saison 2009/10 zog sich der ESC Halle in die Regionalliga Ost zurück, nachdem bekannt wurde, dass keine eigene Nord-Gruppe der Oberliga zustande kommen würde.[2] Nach einer Reform der Oberliga zur Saison 2010/11, in der eine eigene Oberliga Ost eingerichtet wurde, spielt der ESC Halle wieder drittklassig. Im Januar 2011 benannte sich der Verein zur besseren Vermarktung in der Region in Mitteldeutscher Eishockey Club Halle 04 um. Der Name Saale Bulls für die 1. Mannschaft bleibt erhalten.[3]

In den vergangenen Jahren konnte die Trophäensammlung des Clubs erheblich vergößert werden. Zwischen 2010 und 2013 gewannen die Saale Bulls jeweils den Liga-Pokal und qualifizierten sich damit für den deutschlandweiten DEB-Pokal. 2011, 2012 und 2013 wurde der MEC Meister in der Oberliga-Ost. Die Saison 2011/12 wurde zur erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Erstmals qualifizierte sich der Club für Playoffs zum Aufstieg in die Bundesliga (2. Liga). Zuvor hatte man in der Zwischenrunde den ehemaligen DEL-Club Kassel Huskies ausgeschaltet. Im Viertelfinale bezwangen die Saale Bulls den EV Füssen. Endstation war dann im Halbfinale gegen den EC Bad Tölz. Mittelfristiges Ziel des Vereins bleibt der Aufstieg in die Bundesliga.

[Bearbeiten] Sportliche Erfolge

  • Meister Regionalliga Ost 2005
  • Aufstieg in die Oberliga 2007
  • Meister Oberliga Ost 2011; 2012, 2013
  • Liga-Pokal-Sieger 2010; 2011; 2012, 2013
  • Aufstiegsplayoffs zur Bundesliga (2. Liga) 2012 (Halbfinale)

[Bearbeiten] ESV Halle

Im Jahr 2004 konnte die Aktion "Halle sucht den Eisstar" große Resonanz in der halleschen Bevölkerung auslösen. In Kooperation mit dem Wochenspiegel und dem Neustadt Center suchte die Eissporthalle junge Eiskunstlauftalente. Der rege Zuspruch war Anstoß, um im Mai 2004 den Eissport Verein Halle e.V. zu gründen. Zunächst lediglich als Stammverein für Eiskunstläufer gegründet, musste nur wenige Wochen danach auf die Insolvenz des damaligen Eishockeyclubs "ESC Halle - Saaleteufel" reagiert werden. Aufgrund der fehlenden Trennung von Profi- und Nachwuchsbereich, standen somit auch zahlreiche Eishockey-Nachwuchscracks sprichwörtlich auf der Straße.

Aus dieser Situation heraus, entschloss man sich die Sektion Eishockey mit in den ESV Halle e. V. zu integrieren. Parallel wurde der ESC Halle 04 e.V. gegründet, der vom ESV wirtschaftlich unabhängig den Profieishockeybetrieb realisiert. Der ESV Halle e. V. ist seither der "Stammverein" der sämtliche Nachwuchs- und Amateurteams beinhaltet. Mittels einer Kooperationsvereinbarung wurde zwischen beiden Vereine die enge Zusammenarbeit und aktive Nachwuchsförderung besiegelt. Neben der Kernsparte im Bereich des Eissports wurden im Laufe der Zeit auch andere Sektionen in den Verein integriert, z.B. Inlinehockey und Fußball. Momentan engagieren und trainieren etwa 350 Mitglieder im ESV Halle.[4]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 eissporthalle.com, Eishockeytradition in Halle Saale
  2. eschalle04.de, Presseerklärung des ESC Halle 04 e.V. zur Saison 2009/2010
  3. ESC Halle: Newsletter vom 18. Januar 2011 (Mitteldeutscher Eishockey Club)
  4. Historie ESV Halle


[Bearbeiten] Weblinks

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