Leopold Witte

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Leopold Witte (* 9. Juni 1836 in Halle (Saale); † 2. Dezember 1921) war ein evangelischer Geistlicher und Pädagoge.

Leben[Bearbeiten]

Witte war ein Sohn des Karl Witte, Professor der Rechtswissenschaften an der Universität Halle und seiner Frau Auguste Melanie Charlotte, geb. von Gilgenheimb. Er besuchte die Latina der Franckeschen Stiftungen in Halle und studierte in Halle und Heidelberg ab 1853 Evangelische Theologie. Vor 1860 war er zeitweilig Hauslehrer an der preußischen Gesandtschaft in Rom. 1861 bestand er in Magdeburg das zweite theologische Examen. Am 28. Februar 1861 wurde er in Berlin ordiniert.

Seine erste Pfarrstelle trat Witte in Cöthen bei Eberswalde an. 1873 bis 1879 hielt er sich in den Vereinigten Staaten auf. 1879 wurde er Professor und geistlicher Inspektor sowie Superintendent von Schulpforta. Am 1. April 1900 wurde er emeritiert. Er lebte zuletzt in Halle.

Ab 1896 war Witte Mitglied der Akademie der gemeinnützigen Wissenschaften.

Familie[Bearbeiten]

Leopold Witte heiratete 1865 Marie Freiin von Steinäcker, eine Tochter des Generals Friedrich Freiherr von Steinäcker und der Gerhardine, geb. Freiin von Gall. Sein Sohn Leopold fiel im Ersten Weltkrieg 1918 als Major. Seine Tochter Marie (* 1870; † 1948) war mit dem Arzt Johannes Ritter, Leiter der Tuberkulosen-Heilstätten in Geesthacht, verheiratet.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Dr. theol. h. c. der Universität Greifswald (1888)
  • Roter Adlerorden IV. Klasse

Literatur[Bearbeiten]

  • Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen. Band 10. Leipzig 2009, S. 50f.