Landschaftspark Goitzsche

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Der Landschaftspark Goitzsche ist das weltweit größte Landschaftskunstprojekt. Die Kulturlandschaft macht sich die spezifischen Eigenheiten einer Tagebaulandschaft zu eigen.

Entstehung[Bearbeiten]

Ausgelöst durch die Weltausstellung EXPO 2000 haben in der Kulturlandschaft Goitzsche Bergleute, Landschaftsarchitekten, Künstler und Kulturwissenschaftler das flächenmäßig größte Landschaftskunstprojekt der Welt geschaffen. Ein großer Teil der Kunstwerke befindet sich auf der 109 Hektar großen Halbinsel Pouch, weitere am Goitzscheufer bei Bitterfeld und im Südraum Holzweißig.

Besondere Landschaftsobjekte[Bearbeiten]

  • Pegelturm

Das erste errichtete und zugleich bekannteste Projekt der Goitzsche ist der Pegelturm, welcher im Dezember 2000 offiziell eröffnet wurde. Er hat sich zu dem Wahrzeichen der Goitzsche entwickelt. Im Bernsteinsee schwimmend, schraubt er sich mit seinen 26 Metern in den Himmel. Er soll an die Bergbaugeschichte des Landkreises erinnern.

  • Kegel und Hügellandschaft

Das französische Künstlerteams Marc Babarit & Gilles Bruni modellierte 8 Hügel und 49 Haldenkegel. Diese erinnern an Jahrzehnte des Tagebaus in der Region.

  • Amphitheater Agora

Auf der Halbinsel Pouch ist ein akustisch neuartig moduliertes Amphitheater. Die Bühne mit einem Durchmesser von 142 Metern und einem Zuschauerbereich für 3.800 Personen bietet eine Plattform für Konzerte, Theater und Film.

Auszeichnung[Bearbeiten]

Das Gesamtprojekt Landschaftspark Goitzsche wurde im Jahr 2001 in den zwei Kategorien Planung und Design mit dem Edra Places Award ausgezeichnet. Die Edra ist eine 1968 in den USA gegründete internationale Vereinigung mit mehr als 50.000 Mitgliedern, zu denen beispielsweise Architekten, Künstler, Sozialwissenschaftler und Manager gehören, die sich mit ökologischen und sozialen Aspekten und Bedürfnissen von Industriegesellschaften befassen. Damit erhielt zum ersten Mal ein deutsches Projekt diesen internationalen Preis für besonders beispielhafte Projekte der Umwelt- und Landschaftsgestaltung.

Weblinks[Bearbeiten]