Kulturhistorisches Museum Magdeburg

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Kulturhistorisches Museum

Das Kulturhistorische Museum in Magdeburg wurde als Kaiser-Friedrich-Museum 1901 bis 1906 nach Plänen von Friedrich Ohmann im Stil der Neorenaissance errichtet und am 16. Dezember 1906 eröffnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Kaiser-Friedrich-Museum, um 1910

Bereits 1893 hatte sich ein Museumsausschuss gebildet, der sich um den Museumsneubau kümmerte. Bis dahin waren die städtischen Sammlungen an verschiedenen Standorten untergebracht und der Öffentlichkeit nur teilweise zugänglich. Der Kunsthistoriker Theodor Volbehr, der 1892 vom Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg nach Magdeburg gekommen war, wurde 1896 zum ersten Museumsdirektor ernannt.

Die Sammlung umfasste ursprünglich Kunst und Kunstgewerbe, die aus Schenkungen und Stiftungen von Bürgern der Stadt Magdeburg stammten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden auch gezielt Ankäufe für die städtichen Sammlungen unterstützt. Zu den Spendern gehörten die Familien Denecke, Strauß, Coqui, Rudolph und Wolf, der Kommerzienrat Paul Hennige, der Fabrikant Otto Duvigneau, der Kaufmann Bernhard Lippert und der Kommerzienrat Heinrich Otto Arnold. Paul Hennige kaufte 1898 Gemälde von Lucas Cranach d. Ä. bzw. seiner Werkstatt, Eugen Polte finanzierte 1906 den Bronzenachguss der Plastik "Die trauernde Magdeburg" vom Lutherdenkmal in Worms.

Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde der Museumsbau ohne den wuchtigen Eckturm im Nordosten wiederaufgebaut.

[Bearbeiten] Sammlungen

Die Sammlungen des Museums gliedern sich in die Abteilungen Archäologie, Mittelalter, Stadtgeschichte, Münzen und Medaillen, Militaria, Möbel, Gemälde, Grafik, Kunsthandwerk, Textilien und Schulgeschichte. Die Gemäldesammlung umfasst über 800 Tafelbilder von mehr als 300 Künstlern des 16. bis 20. Jahrhunderts. Dem Museum ist außerdem eine Bibliothek angegliedert.

Zu den Höhepunkten des Museums gehört der Kaiser-Otto-Saal mit dem Originalstandbild aus Sandstein des Magdeburger Reiters und dem Wandbildzyklus zur Geschichte Ottos des Großen von Arthur Kampf.

[Bearbeiten] Sonderausstellungen

  • 27. August bis 9. Dezember 2012: Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter (Landesausstellung Sachsen-Anhalt)

[Bearbeiten] Literatur

  • Sabine Liebscher: Das Kulturhistorische Museum Magdeburg. In: Faszination Kunst. Kunstmuseen in Sachsen-Anhalt. o. O. 2005, S. 82-

[Bearbeiten] Weblinks

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