Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian

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Die Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian

Die Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian in Nienburg (Saale) im Salzlandkreis ist eine der ersten frühgotischen Kirchen Mitteldeutschlands.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Grundstein für das spätere Reichskloster der Benediktiner in Nienburg wurde bereits 975 gelegt. Dazu wurde das Kloster Thankmarsfelde (Harz) nach Nienburg verlegt, weil die Winter im Gebirge zu rauh waren. Marktgraf Thietmar von Meißen und Erzbischof Gero von Köln hatten die Abtei gegründet. Bereits 29 Jahre später, 1004, wurde die Kirche geweiht. Zwei Mal brannte der Kirchenbau ab, das erste Mal 1042, das zweite Mal 1242. Daraufhin wurde die Krypta, lange Zeit Grablege der Askanier, unterhalb des Altars aufgegeben und die Kirche verändert neu gebaut. Seitdem existiert sie als lichtdurchflutete Halle mit drei Kirchenschiffen, dazu kam 1526 ein rechteckiger Westturm.

Blick ins Innere der Klosterkirche

Neben einem romanischen Stuckfußboden mit Resten ornamentaler Verzierungen aus einer der Vorgängerkirchen zieht vor allem die Monatssäule Blicke auf sich. Die Säule, auch Osterleuchter genannt, zeigt die bäuerlichen Tätigkeiten im Jahreslauf. Im Kircheninneren sind außerdem alte Grabplatten der Äbte sowie die der Klostergründer zu sehen. Auch Reste des einstigen Kreuzganges aus der Zeit der Benediktiner sind erhalten. Weiterer Blickfang sind Bilder von Lucas Cranach dem Jüngeren.

Weblinks[Bearbeiten]


Genaue Lage[Bearbeiten]

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