Karl Friedrich Schinkel

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Karl Friedrich Schinkel als Oberbaudirektor, 1832
Bauplastik an der ehemaligen Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Magdeburg
Denkmal in der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin

Karl Friedrich Schinkel (* 13. März 1781 in Neuruppin; † 9. Oktober 1841 in Berlin) war ein Architekt, Stadtplaner, Maler und Zeichner.

Leben[Bearbeiten]

Karl Friedrich Schinkel war ein Sohn des Archidiakon und Superintendenten Johann Cuno Christoph Schinkel. nach dem Tod des Vaters 1794 verzog die Familie nach Berlin, wo Schinkel das Gymnasium Zum Grauen Kloster und ab 1798 die private Bauschule von David und Friedrich Gilly besuchte. 1799 wurde er auch Student an der neu gegründeten Berliner Bauakademie. 1803 bis 1805 unternahm er eine Italienreise. Nach Deutschland zurückgekehrt, war er vor allem als Maler tätig.

Auf Vermittlung von Wilhelm von Humboldt wurde Schinkel 1810 Dezernent für künstlerische Fragen und Geheimer Oberbauassessor bei der königlichen Oberbaudirektion in Berlin. Wenig später wurde er Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Ab 1815 entwarf Schinkel zahlreiche Bauten für die Staatsbauverwaltung, darunter die Neue Wache, das Schauspielhaus am Gendarmenmarkt und das Alte Museum in Berlin. 1820 wurde er als Professor an die Bauakdemie berufen. Er gilt als der bedeutendste Architekt des Klassizismus in Preußen. Im Auftrag König Friedrich Wilhelms III. konzipierte er den Protoyp eines Einheitskirchenbaus in klassizistischen Formen, der mit seiner preisgünstigen Ausführung vor allem in ländlichen Gebieten Preußens errichtet wurde (sog. Normalkirche Schinkels). Als Vorbild soll sein erster Kirchenbau, die St.-Nicolai-Kirche in der Magdeburger Neustadt gedient haben. Mit der Friedrichswerderschen Kirche (heute als Schinkelmuseum eingerichtet) schuf er 1824/31 aber auch den ersten neugotischen Kirchenbau Berlins.

Gemeinsam mit Christian Peter Wilhelm Beuth, dem damaligen Direktor der Technischen Deputation für Handel und Gewerbe, gab er von 1822 bis 1837 die Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker heraus, eine Sammlung von an der Antike orientierten Formen und Mustern als Muster für Gewerbschulen und Produzenten.

1830 wurde Schinkel zum Geheimen Oberbaurat und Leiter der Oberbaudeputation ernannt. 1838 wurde er Oberlandesbaudirektor. Er starb im Oktober 1841 den Folgen eines Schlaganfalls und wurde auf dem Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden in Berlin beigesetzt.

Werke in Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mario Alexander Zadow: Karl Friedrich Schinkel. Leben und Werk. 2003