Köthen (Anhalt)

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Köthen (Anhalt)

Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Fläche 78,42 km²
Einwohner 29.122
PLZ 06366
Vorwahl 03496
Kfz-Kennzeichen ABI (alternativ: KÖT)
Bürgermeister/in Kurt-Jürgen Zander (SPD)
Webseite www.koethen-anhalt.de
Spiegelsaal im Schloss Köthen

Köthen (Anhalt) ist eine Kreisstadt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Köthen liegt südlich von Magdeburg, nördlich von Halle (Saale), westlich von Dessau und östlich von Bernburg (Saale). Nördlich des Landkreises Anhalt-Bitterfeld beginnt das Biosphärenreservat Flusslandschaft Mittlere Elbe. Köthen liegt mitten im Schwarzerdegebiet der Magdeburger Börde und verfügt über beste landwirtschaftliche Böden. Die jährliche Niederschlagsmenge im Bereich Köthen ist geringer als im restlichen Deutschland. Köthen liegt im Zentrum der fruchtbaren Köthener Ebene.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Folgende Orte gehören zur Stadt Köthen:

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Stadtrat

Mit der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wurde der Stadtrat für die Wahlperiode 2009-2014 neu gewählt. Der Stadtrat setzt sich aus 36 Mitgliedern und dem Oberbürgermeister zusammen. 35 Stadtratsmitglieder haben sich zu vier Fraktionen zusammengeschlossen.

CDU-Fraktion Fraktionsgemeinschaft
SPD-Bündnis '90/Die Grünen
Fraktion Die Linke FDP-Fraktion fraktionslos (NPD)
14 10 9 2 1

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen der Stadt Köthen (Anhalt) zeigt in Silber eine gezinnte rote Stadtmauer, schwarz gefugt, mit geöffnetem Tor, hochgezogenem blauen Fallgatter und drei aufgesetzten gezinnten roten, schwarz gefugten Türmen mit je einem Fenster, der größere und stärkere mittlere Turm mit blauem Kegeldach und goldenem Knauf.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften

  • Die Partnerschaft mit Wattrelos (Frankreich) besteht seit dem 29. Oktober 1990.
  • Seit dem 19. Oktober 1993 hat Köthen (Anhalt) eine Städtepartnerschaft mit Siemianowice Śląskie (deutsch Laurahütte, Polen)
  • Am 3. Oktober 1990 wurde mit der Stadt Langenfeld (Rheinland) eine Städtefreundschaft besiegelt, um nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende der DDR das Zusammenfinden von Deutschen in Ost und West zu unterstützen.
  • Die Städtefreundschaft mit Lüneburg (Niedersachsen) besteht ebenfalls seit dem 3. Oktober 1990.

[Bearbeiten] Bildung und Wissenschaft

Kinderbetreuung: Die jüngsten Bewohner Köthens werden in zwölf Kindereinrichtungen, davon 7 in städtischer und 5 in freier Trägerschaft betreut.

Schulen: Köthen verfügt über ein umfassendes Bildungsangebot: 5 Grundschulen, 2 Sekundarschulen, ein Gymnasium, die Musikschule Johann Sebastian Bach und eine Berufsschule.

Studieren: Die Hochschule Anhalt bietet eine Vielzahl an Studiengängen wie z.B. Informatik, Elektrotechnik oder Biowissenschaft an. Der Masterstudiengang Homöopathie richtet sich an alle, die sich für die homöopathische Heilmethode interessieren.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Schloss

Das Schloss Köthen folgt einer frühdeutschen Burganlage, gelegen auf einer Insel am Südrand der Zietheniederung. Nach einem Brand 1547, bei dem nur der nördliche Westflügel erhalten blieb, sind die heute noch erhaltenen Renaissancebauten im späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts entstanden. Sie sind stark durch barocke, vor allem aber klassizistische Umgestaltung der Jahre 1821-1833 geprägt. Heute befindet sich das Schloss im Besitz der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt (Sitz: Leitzkau). Mit der Sanierung der Reithalle als Veranstaltungszentrum im Schloss Köthen (Einweihung 2008) wird das Schloss mehr und mehr zum kulturellen Mittelpunkt der Stadt sowie zu einem Zentrum der barocken Musikpflege. Kulturhistorisch bedeutsam ist das Schloss als Wirkungsstätte des Hofkapellmeisters Johann Sebastian Bach in den Jahren 1717-1723.

[Bearbeiten] Museen

  • Historisches Museum und Bachgedenkstätte
  • Naumann-Museum
  • Prähistorische Sammlung

[Bearbeiten] Bibliotheken

  • Bibliothek zur Sprachpflege
  • Europäische Bibliothek für Homöopathie
  • Hochschulbibliothek
  • Museumsbibliothek
  • Stadtbibliothek
Jakobskirche

[Bearbeiten] Kirchen

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Kulinarische Spezialität

[Bearbeiten] Veranstaltungen

[Bearbeiten] Köthener Bachfesttage

Die 24. Köthener Bachfesttage finden vom 5. bis 9. September 2012 statt.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Folgende berühmte Persönlichkeiten sind in Köthen geboren, haben dort gelebt oder gewirkt und waren bzw. sind deshalb eng mit Köthen verbunden.

[Bearbeiten] Johann Sebastian Bach

Bach-Denkmal in Köthen

Der große Meister der Barockmusik Johann Sebastian Bach wirkte von 1717 bis 1723 als Hofkapellmeister des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen. In diesen für ihn sehr schaffensreichen Jahren entstanden so bedeutende Werke wie die sechs Brandenburgischen Konzerte, die in den Räumen des Köthener Schlosses ihre Uraufführung erlebten, und das "Wohltemperierte Clavier" (Teil 1), weiterhin mehrere Violinkonzerte und die "Französischen" und "Englischen Suiten".

Mit den jährlich im Wechsel stattfindenden Köthener Bachfesttagen, die sich in der internationalen Musikwelt bereits einen guten Namen erobert haben, und dem Nationalen Bach-Wettbewerb für junge Pianisten würdigt Köthen (Anhalt) das Leben und Werk Johann Sebastian Bachs.

Im Gedenken an Johann Sebastian Bach wurde 1885 in der Wallstraße/Schulstraße das vom Bildhauer Heinrich Pohlmann aus Berlin geschaffene Denkmal eingeweiht.

[Bearbeiten] Samuel Hahnemann

In Köthen (Anhalt) ist Homöopathie-Geschichte geschrieben worden. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, lebte von 1821 bis 1835 in dem ehemaligen Residenzstädtchen. Herzog Ferdinand von Anhalt-Köthen gewährte ihm hier das Recht des Selbstdispensierens. Homöopathen in aller Welt ist Köthen daher ein Begriff. 1829 wurde der noch heute aktive Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte in Köthen ins Leben gerufen. Die Geschichte der Homöopathie in Köthen ist als Dauerausstellung im Historischen Museum im Schloss zu betrachten.

[Bearbeiten] Angelika Hartmann

Am 15. November 1914 wurde Angelika Hartmann in Köthen mit einem Denkmal geehrt. Die am 12. Juli 1829 in Köthen geborene Pädagogin hatte ihre Eltern zeitig verloren und musste sich ihren Lebensunterhalt als Kindermädchen und mit Nachhilfeunterricht verdienen. In Dresden ließ sie sich zur Kindergärtnerin ausbilden. Im Jahr 1864 eröffnete sie in Köthen ihren ersten konfessionsfreien Kindergarten in dem die Kinder im Sinne Friedrich Fröbels betreut wurden.

[Bearbeiten] Weblinks


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