Johann Heinrich Schulze
Aus Sachsen-Anhalt-Wiki
Johann Heinrich Schulze (* 12. Mai 1687 in Colbitz; † 10. Oktober 1744 in Halle (Saale)) war ein deutscher Gelehrter. Er war von 1720 bis 1732 Professor an der Universität Altdorf und danach bis 1744 an der Universität Halle war. In Halle hatte er die Professur für Altertumswissenschaften inne, sowie eine Anwartschaft auf die nächste freiwerdende Stelle in der Medizinischen Fakultät.
Er gilt als Entdecker lichtempfindlicher Substanzen und damit als Mitbegründer der Fotografie: 1727 mischte er Kreide und Silbernitrat in einer Flasche, welche er anschließend mit einer Schablone belegt dem Licht aussetzte. Nach kurzer Zeit war der Ausschnitt, beispielsweise eine Zahl, dunkel im Flascheninhalt zu erkennen, während die restliche Flüssigkeit weiß blieb. Schulze bewies mit seinem Experiment, dass das Licht zur Veränderung des in der Lösung enthaltenen Silbersalzes in der Lage war. Damit war Schulze der erste Erzeuger einer fotografischen Kopie, die allerdings flüchtig war: geriet die Flüssigkeit in Bewegung, so verschwand das Bild wieder.
