Hydrierwerk Zeitz

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Das Hydrierwerk Zeitz war ein Industriebetrieb in Zeitz im Burgenlandkreis.

Geschichte[Bearbeiten]

Werkstor des ehemaligen VEB Hydrierwerk Zeitz
Turm der ehemaligen Betriebsfeuerwehr

Am 26. Oktober 1934 gründeten Braunkohleindustrie und Regierung die Braunkohle-Benzin AG (BRABAG), die am 1.Mai 1937 mit dem Bau des Werke in Zeitz begann. Am 2. Januar 1939 wurde die Produktion von Brenn- und Treibstoffen aufgenommen.

Alliierte Luftangriffe führte 1944/45 zu schweren Zerstörungen am Werk, das am 13. April 1945 durch US-amerikanische Truppen besetzt und am 1. Juli des Jahres an die Rote Armee übergeben wurde. Die sowjetische Militäradministration übernahm bis 31. Dezember 1953 die Kontrolle über das Werk, das als SAG für Brennstoffindustrie Halle und Zeitz firmierte. Am 1. Januar 1954 erfolgte die Übergabe in die staatliche Verwaltung der DDR. Der Betrieb wurde zunächst als VEB Hydrierwerk Zeitz fortgeführt, ab 1. Januar 1969 als VEB Schmierstoffkombinat Zeitz. Bereits zum 1. Januar 1970 wurde er als Kombinatbetrieb Hydrierwerk Zeitz dem VEB Petrochemisches Kombinat Schwedt unterstellt. 1974 wurde die Anlage um eine Raffinerie erweitert.

Am 9. Juni 1990 wurde das Werk als Hydrierwerk Zeitz GmbH i. G. privatisiert und am 5. September 1990 ins Handelsregister eingetragen. Ende 1995 wurde die Produktion eingestellt und das Werk zum 30. Juni 1996 endgültig stillgelegt. Die ZSG Zeitzer Standortgesellschaft mbH entwickelt das Areal seither zu einem Industriepark.

Literatur[Bearbeiten]

  • Renate Schwärzel: Deutsche Wirtschaftsarchive. Nachweis historischer Quellen in Unternehmen, Körperschaften des Öffentlichen Rechts (Kammern) und Verbänden der Bundesrepublik Deutschland. Band 1, 3. Auflage, Stuttgart 1994, S. 124