Hochwasser in Sachsen-Anhalt

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Dammbruch, Goitzsche Bitterfeld

Die tagelang anhaltenden Regenfälle Ende Mai/Anfang Juni 2013 haben in Sachsen-Anhalt eine schwere Flutkatastrophe verursacht. Sachsen-Anhalt droht nach offiziellen Einschätzungen ein noch schlimmeres Hochwasser als bei der Jahrhundertflut 2002. Im Burgenlandkreis, in Landkreis Anhalt-Bitterfeld, in Halle (Saale) ist Katastrophenalarm ausgerufen worden. In Magdeburg und im Salzlandkreis wurde am 4. Juni ebenfalls der Katastrophenfall erklärt. Der Landkreis Börde sowie der Landkreis Stendal folgten am 5. Juni. Hunderte Menschen im Süden des Landes mussten bereits ihre Wohnungen verlassen. Zwischen den Landesgrenzen zu Thüringen und Sachsen ist die Weiße Elster flächendeckend über die Deiche getreten.

Diese Seite dient als Überblick für die Dokumentation der Geschehnisse in den einzelnen Regionen von Sachsen-Anhalt.

Situation in den einzelnen Regionen[Bearbeiten]

Diese Seiten dokumentieren die Geschehnisse in den jeweiligen Landkreisen.

Hochwasserbilder[Bearbeiten]

Situation in Sachsen[Bearbeiten]

Landkreis Leipzig[Bearbeiten]

  • Im Landkreis Leipzig wurden am Montagmorgen (03. Juni 2013) Dämme aufgegeben, um sich auf die Rettung von Menschen zu konzentrieren.
  • Der Damm bei Nitzschka wurde unterspült, ein Teil der Ortschaft evakuiert.
  • In Frohburg wird die Evakuierung vorbereitet, teilte der Krisenstab des Landkreises Leipzig mit.
  • Im Bornaer Ortsteil Trähna ist das bereits geschehen.
  • Feuerwehren aus Brandenburg unterstützen den Katastropheneinsatz in Sachsen.
  • Am Kreiskrankenhaus in Grimma wurde ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet.
  • Ab Mittwoch, 05. Juni 2013 beginnt sich die Lage im Raum Leipzig an Mulde und Weißer Elster zu normalisieren.
  • 7.000 Eilenburger konnten am Mittwochmorgen in die Innenstadt zurückkehren.
  • Die Schulen im Landkreis Leipzig sollten bis auf fünf am Donnerstag wieder öffnen, ebenso wie Schulen in Döbeln (Mittelsachsen) und in der Stadt Leipzig.

Dresden[Bearbeiten]

  • Die Elbe erreichte am Morgen des 3. Juni in Dresden einen Stand von 6,37 Meter, was der Warnstufe 3 entspricht. Bei der Jahrhundertflut im August 2002 waren es 9,40 Meter. Allerdings wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet, da der Fluss auch die Wassermassen der Moldau aufnehmen muss. Beide Ströme fließen im tschechischen Melnik zusammen.
  • Für Dresden wird ein maximaler Wasserstand der Elbe von 8,50 Meter bis 8,70 Meter erwartet, normal sind rund zwei Meter. Bis auf das „Blaue Wunder“ sind noch alle Elbbrücken befahrbar.
  • Das Stadtwiki Dresden hat eine Chronik zum Hochwasser 2013 angelegt.

Pirna, Riesa, Bad Schandau[Bearbeiten]

  • Die Hochwassersituation bleibt in Sachsen vor allem entlang der Elbe kritisch. Die Städte Pirna und Bad Schandau standen am Mittwoch unter Wasser. Die Elbe wird nicht ganz auf das Niveau der Flutkatastrophe von 2002 anschwellen. Der Scheitel komme in Sachsen am Donnerstagvormittag (06. Juni) an.
  • Für Schöna an der tschechischen Grenze wurden 10,70 Meter bis 10,90 Meter prognostiziert.
  • Für Riesa rechnet man mit bis zu 9,80 Meter und für Torgau bis zu 9,25 Meter. Der Fluss bleibe dann mindestens vier Tage auf relativ hohem Niveau, sagte Martin Socher, Referatsleiter im Umweltministerium. Von Decin in Tschechien bis Dresden braucht das Wasser laut Socher zwölf Stunden, wenn es langsam fließe, und zehn Stunden, wenn es schneller geht.
  • Auch in der Sächsischen Schweiz wurden weitere Evakuierungen vorbereitet. In Pirna muss das Rathaus geräumt werden, weil es wie die gesamte Altstadt unter Wasser steht.


Weblinks[Bearbeiten]