Hermann von Nathusius

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Hermann von Nathusius (* 9. Dezember 1809 in Magdeburg; † 29. Juni 1879 in Berlin) war ein deutscher Landwirt und Agrarwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

Nathusius war ein Sohn des Gutsbesitzers und Unternehmers Johann Gottlob Nathusius und leitete von 1829 bis 1836 die väterlichen Unternehmungen. Nach dem Tod des Vaters wandte er sich überwiegend der Bewirtschaftung des Gutes Hundisburg zu. Nathusius erwarb sich als Praktiker und Agrarwissenschaftler Verdienste um die Weiterentwicklung der Tierzucht und führte unter anderem englische Schaf-, Schweine- und Rinderrassen zur Veredelung der einheimischen Stämme ein. Auch der Pferdezucht widmete er sich mit Erfolg.

Im preußischen Landwirtschaftministerium wurde Nathusius zum Vortragenden Rat ernannt. Er war an der Gründung des höheren landwirtschaftlichen Lehrinstituts in Halle (Saale) beteiligt und lehrte ab 1870 selbst Tierzucht an der Universität Berlin.

Nathusius wurde 1840 in den preußischen Adelsstand erhoben. Die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde (ZGfZ) verleiht seit 1928 die Hermann-von-Nathusius-Medaille.

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Wiehle: Börde-Persönlichkeiten. Biographisches Lexikon der Magdeburger Börde. Oschersleben 2001, S. 117