Hermann Kickton (Jurist)

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Hermann Kickton (* 16. August 1878 in Aschersleben; † 7. September 1957 in Unkel) war ein Jurist und Hobbypaläontologe.

Leben[Bearbeiten]

Hermann Kickton war ein Sohn des gleichnamigen Stadtbaurats Hermann Kickton in Aschersleben. Er verbrachte seine Jugend in Erfurt und besuchte dort die Vorschule und das Gymnasium, ehe er im Sommersemester 1896 in Halle das Studium der Rechtswissenschaften aufnahm. Als Student wurde er Mitglied des Corps Neoborussia. Nach dem ersten juristische Staatsexamen, das er am Oberlandesgericht Naumburg ablegte, war er Referendar in Erfurt und Eltville. 1905 bestand er das zweite juristische Staatsexamen. Er übernahm vorübergehend die Verwaltung einer Anwalts- und Notariatspraxis in Erfurt, trat dann aber in die richterliche Laufbahn ein und wurde 1909 zum Landrichter in Elbing ernannt. 1912/13 wurde er Hilfsrichter am Oberlandesgericht Marienwerder, 1914 Landrichter in Trier. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete er sich als Kriegsfreiwilliger, wurde aber schon nach kurzer Zeit aus gesundheitlichen Gründen entlassen. Nach dem Krieg war er Landgerichtsrat, ab 1921 Landgerichtsdirektor in Königsberg (Preußen). 1927 wurde er Landgerichtsdirektor und -vizepräsident in Köln. 1945 trat er in den Ruhestand.

Neben seiner juristischen Tätigkeit beschäftigte sich Kickton als Amateurforscher mit Geologie und Paoläontologie besonders des rheinischen Braunkohlenreviers. In einer dortigen Tonschicht entdeckte er eine bislang unbekannte fossile Weidenart, die nach ihm die Bezeichnung salix kicktoni erhielt.

Werke[Bearbeiten]

  • Die Urzeit des Trierer Landes. Trier 1925