Helme

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Helme

Lage Deutschland (Thüringen, Sachsen-Anhalt)
Länge 74 km
Quelle Eichsfeld
Quellhöhe 141 m ü. NN
Mündung Unstrut bei Kalbsrieth
Mündungshöhe 141 m ü. NN
Nebenflüsse Thyra, Leine, Gonna, Rohne
Angrenzende Städte Sangerhausen, Roßla, Berga, Kelbra, Wallhausen, Allstedt
Wehr bei Oberröblingen

Die Helme ist ein westlicher Zufluss der Unstrut und fließt durch Thüringen und Sachsen-Anhalt. Sie ist 74 km lang, von 34 km in Sachsen-Anhalt im Landkreis Mansfeld-Südharz verlaufen. Die Helme wurde vom gemeinsamen Gewässerbeirat der Naturfreunde Deutschlands und des deutschen Angelverbands zur „Flusslandschaft des Jahres 2012/2013“ gewählt. Diesen Titel erhält sie als erster Fluss in Sachsen-Anhalt. Dafür vorgeschlagen hat sie der Kreisanglerverein Sangerhausen.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Fluss entspringt in Thüringen bei Stöckey am „Helmspring“, fließt von dort aus ostwärts, nimmt in Thüringen Wasser aus Ichte und Zorge auf und erreicht in Sachsen-Anhalt zunächst die Verbandsgemeinde Goldene Aue, wo sie die Gemeinden Berga, Kelbra und Wallhausen passiert. Durch die Talsperre Kelbra wird sie zum Helmestausee und einem Hochwasserrückhaltebecken aufgestaut. Weiter fließt die Helme ostwärts über Roßla in Richtung Allstedt, und bahnt sich darauf hin wieder südlich nach Thüringen, wo sie bei Kalbsrieth in die Unstrut mündet.

Nebenflüsse in Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts fließen die den Unterharz entwässernden Bäche Thyra, Leine, Gonna und Rohne der Helme zu.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Helme gehörte früher zu den fischreichsten Flüssen Mitteldeutschlands und floss in vielen Mäandern durch das flache Land. Im Sommer 1956 entstand ein Hochwasser, dass entlang des Flusses großen Schaden anrichtete. Um den Hochwasserschutz für die Zukunft zu verbessern, begradigte man den Fluss beinahe in seinem gesamten Verlauf und schüttete an den Ufern Steine auf. Zusätzlich wurden Wehre gebaut. Durch die Umbauten ging die Fischpopulation stark zurück, und manche Fischarten verschwanden ganz.

Renaturierung[Bearbeiten]

Im Sinne eine naturnahen Gewässergestaltung wurden in der Vergangenheit Im Helmelauf Wehre entfernt oder durch Fischtreppen ergänzt und ehemalige Flussarme wieder angebunden, um den Fischen eine Umgehungsmöglichkeit für Wehre zu bieten. Diese können so wieder zu ihren Laichplätzen gelangen. In Zukunft sollen bereits trockengelegte Altgewässer wieder angeschlossen und gefüllt werden. Sie können als Rückzugsräume für die verschiedene Fischarten dienen.

Natur und Tierwelt[Bearbeiten]

Zum natürlichen Fischbestand der Helme gehören etwa 32 Arten von Fischen. In Sachsen-Anhalt zählen Barbe und Äsche zu den Leitfischarten. Am Ufer kann man mit etwas Glück Fischotter, Wasseramseln oder einen Eisvögel entdecken.

Fluss des Jahres[Bearbeiten]

Die Entscheidung zur Flusslandschaft des Jahres 2012/2013 wird mit der landschaftlichen Schönheit einerseits und den vielen Maßnahmen zur Renaturierung und Verbesserung der Gewässerökologie andererseits begründet. Der Titel soll auch als Ermutigung dienen, zukünftig noch mehr für den Naturraum Helme zu tun.

Weblinks[Bearbeiten]