Heinrich IV. von Anhalt-Bernburg

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Heinrich IV., Fürst von Anhalt-Bernburg († 1374) war ein ab 1354 bis zu seinem Tode regierender anhaltischer Landesfürst aus dem Geschlecht der Askanier.

Herkunft[Bearbeiten]

Er war der zweitälteste Sohn von Bernhard III. von Anhalt-Bernburg (* um 1260; † 20. August 1348) und Agnes († 4. Januar 1338), Tochter von Rudolf I. Herzog von Sachsen-Wittenberg.

Heinrichs Großvater Bernhard II. von Anhalt-Bernburg (* um 1260; † nach dem 26. Dezember 1323) regierte das Fürstentum Anhalt-Bernburg ab dem Tod von Bernhard I. von Anhalt-Bernburg 1287. Bernhard II. heiratete um 1290 Helene von Anhalt-Bernburg († 1315), die Tochter von Herzog Wizlaw II. von Rügen († 29. Dezember 1302) und Agnes von Braunschweig-Lüneburg (* vor 1252; † nach 1302), welche seit 1263 verheiratet waren.

Heinrichs Großvater Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg (* um 1284; † 12. März 1356), ebenfalls ein Askanier, war Herzog und Kurfürst von Sachsen und Erzmarschall des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (Amtszeit von 1298 bis 1356).

Heinrichs Großmutter mütterlicherseits war Markgräfin Jutta (Brigitte) von Brandenburg († 9. Mai 1328 Wittenberg), Tochter des Markgrafen Otto V. von Brandenburg des Langen, ebenfalls ein Askanier.

Regierungsantritt 1354[Bearbeiten]

Nach dem Tode seines Bruders Bernhard IV. von Anhalt-Bernburg 1354 folgte Heinrich diesem als alleiniger Regent nach, obwohl eine Teilung zwischen den Geschwistern im Haus Anhalt üblich war. Man wollte das bereits mehrfach zerrissene Anhalt nicht noch weiter schwächen, zumal der namensgebende Stammsitz Anhalt-Aschersleben bereits vom Bistum Halberstadt okkupiert worden war.

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten]

Heinrich war verheiratet mit Sofie von Anhalt-Bernburg (um 1298?-1358?), eine Tochter des Grafen von Stolberg. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor, welcher in der Tradition der Bernburger Askanier Bernhard genannt wurde.

Tod und Nachfolge[Bearbeiten]

Heinrich IV. starb 1374. Die Regierung des Fürstentums ging auf seinen Sohn Bernhard V. von Anhalt-Bernburg über.