Heinrich II. (HRR)

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Heinrich II. (* 6. Mai 973 oder 978 evtl. in Hildesheim; † 13. Juli 1024 in Grone bei Göttingen) war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches aus dem Geschlecht der Liudolfinger.

Leben[Bearbeiten]

Heinrich war ein Sohn Heinrichs des Zänkers, Herzogs von Baiern, und seiner Frau Gisela, einer Tochter König Konrads von Burgund. Seine Erziehung erhielt er in der Hildesheimer Domschule und bei den Bischöfen Abraham von Freising und Wolfgang von Regensburg. Er trat 995 die Nachfolge im Herzogtum Baiern an und war dort Herzog bis 1004 und noch einmal von 1009 bis 1017.

Nach dem kinderlosen Tod des früh verstorbenen Otto III. war die Herrschaftsnachfolge ungeklärt. Heinrich wurde zum König gewählt und am 7. Juni 1002 in Mainz durch den dortigen Erzbischof Willigis gekrönt. Damit setzte er sich gegen zwei Mitbewerber, den Markgrafen Ekkehard von Meißen und Herzog Hermann II. von Schwaben aus der Familie der Konradiner, durch. Den ober- und mittelrheinischen Bischöfen hatte er für ihre Parteinahme wohl seine Unterstützung gegen die Machtansprüche Hermanns zugesagt. Am 25. Juli 1002 erfolgte der Huldigungsakt der Sachsen zu Merseburg, bei den der polnische Herzog Boleslaw Chrobry mit der Lausitz und dem Milzener Land bei Bautzen belehnt wurde, nicht aber mit der Markgrafschaft Meißen, die er nach dem Tod des Markgrafen Ekkehard 1002 besetzt hatte. Am 8. September nahm Heinrich die Huldigung der Lothringer einschließlich des Erzbischofs Heribert von Köln entgegen.

In Magdeburg setzte Heinrich nach dem Tod des Erzbischofs Giselher 1004 seinen Vertrauten Tangino als Erubischof durch. Zugleich erreichte er die Zustimmung des Erzbischofs und des Bischofs von Halberstadt zur Wiedererrichtung des Bistums Merseburg, das von Otto II. aufgehoben worden war.

1007 gründete Heinrich das Bistum Bamberg. 1013 schloss er den Friedensvertrag von Merseburg mit dem Polenherzog, dem er gegen die Leistung des Vasalleneides die Lausitz und das Milzener Land beließ.

Am 14. Februar 1014 erfolgte die Kaiserkrönung in Rom. 1015 brach erneut Krieg gegen Polen aus. Im Frieden von Bautzen (1018) wurden die Abmachungen von 1013 bestätigt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ludger Körntgen: Ottonen und Salier. Darmstadt, 2. Aufl., 2008