Havelberg

Aus Sachsen-Anhalt-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Havelberg

Landkreis Landkreis Stendal
Fläche 149,13 km²
Einwohner 6.926 (31. Dez. 2010)
PLZ 39539
Vorwahl 039387 und 039382
Kfz-Kennzeichen SDL (alternativ: HV)
Bürgermeister/in Bernd Poloski (parteilos)
Webseite www.havelberg.de
Dom zu Havelberg

Havelberg ist eine Stadt im Landkreis Stendal. Sie liegt im äußersten Nordosten von Sachsen-Anhalt unweit der Mündung der Havel in die Elbe. Seit 2008 führt Havelberg offiziell die Bezeichnung Hansestadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Zu Havelberg gehören neben der Kernstadt die Ortschaften Garz, Jederitz, Kuhlhausen, Nitzow, Vehlgast-Kümmernitz und Warnau.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: In Blau eine durchgehende ungezinnte silberne Stadtmauer mit geschlossenem roten Tor, überragt von zwei silbernen Türmen mit roten Spitzdächern und goldenen Knäufen, zwischen den Türmen schwebend ein roter Adler golden bewehrt.

Das Wappen ist genehmigt und beim Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt registriert.

[Bearbeiten] Geschichte

948 gründete Otto I. das Bistum Havelberg als Missionssprengel für die slawische Bevölkerung im Bereich der mittleren Elbe, der unteren Havel, der Mecklenburgischen Seen und der Oder, das 968 dem neugegründeten Erzbistum Magdeburg als Suffragan unterstellt wurde. 983 wurden Burg und Siedlung beim großen Slawenaufstand zerstört.

König Konrad III. bestätigte das Bistum 1150. Um diese Zeit wird Havelberg im Zollprivileg Albrechts des Bären für Stendal als Stadt erwähnt.

1270 wurde die bischöfliche Residenz nach Wittstock verlegt. 1412 huldigte die Stadt Havelberg Friedrich von Nürnberg, dem ersten Markgrafen von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern.

Seit 1358 gehörte Havelberg der Hanse an und blieb nachweislich bis 1478 Mitglied des Städtebundes. 1359 und 1386 ist die Teilnahme an den Hansetagen belegt.

1545 wurde die Reformation durchgeführt. Das Domstift wurde 1561 evangelisch, das Bistum 1571 aufgelöst. Mit dem Tod des letzten evangelischen Domherrn ist das Domkapitel erst 1819 erloschen.

1685 wurde Havelberg Garnisonsstadt (Auflösung der Garnison 1901). Ende des 17. Jahrhunderts bestand eine kurbrandenburgische Werft, die auch Teile von Hochseeschiffen baute. Seit 1702 beschränkte sich der Schiffbau auf den Bau von Flusschiffen.

Durch einen Brand wurden 1870 89 Wohnhäuser am Markt sowie in der Schul-, Fischer- und Domstraße zerstört. Die betroffenenen bereiche wurden bis 1871 wieder aufgebaut.

1876 schlossen sich die Stadtinsel, der Dombezirk und die sieben Berggemeinden zur heutigen Kommune Havelberg zusammen. 1952 wurde Havelberg Kreisstadt. Der Kreis vereinigte ehemalige Gebiete der Kreise Westprignitz und Jerichow II.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt durch US-amerikanische Truppen beschussoen. Der Dom und andere Gebäude wurden durch Artilleriefeuer beschädigt. Die Einnahme der Stadt erfolgte durch die Rote Armee, die auf dem östlichen Elbufer lag.

[Bearbeiten] Militär

Havelberg ist Standort des Führungsunterstützungsbataillons 382 und des Panzerpionierbataillon 803, die in der Elb-Havel-Kaserne stationiert sind.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bundesgartenschau 2015

Havelberg wird 2015 neben den brandenburgischen Städten Brandenburg, Premitz und Rathenow sowie dem Amt Rhinow ein Standort der Bundesgartenschau sein, die am 18. April 2015 eröffnet wird. In die Schau soll der gesamte Dombezirk einbezogen werden. Eine Blumenschau wird in der Stadtkirche gezeigt. Auf dem Gelände des ehemaligen Betonsteinwerks an der Havel entsteht ein Infozentrum zur Havel-Renaturierung.[1]

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. BUGA: 2015 von Dom zu Dom entlang der Havel. In: Magdeburger Volksstimme, 4. Oktober 2012
Ein Projekt der
Persönliche Werkzeuge