Halle (Saale)

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Halle (Saale)

Landkreis Kreisfreie Stadt
Fläche 135,02 km²
Einwohner 230.494 '
PLZ 06000 bis 06132
Vorwahl 0345
Kfz-Kennzeichen HAL
Bürgermeister/in Bernd Wiegand (parteilos)
Webseite www.halle.de
Marktplatz
Marktplatz mit den 5 Türmen


Halle (Saale) ist eine kreisfreie Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt. Es ist mit etwa 230.494 Einwohnern die Bevölkerungsreichste Stadt des Bundeslandes[1]. Sie ist außerdem die Stadt mit der höchsten Bevölkerungsdichte in den neuen Bundesländern.

Halle ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort und auch eine Wissenschafts- und Hochschulstadt (Leopoldina, Martin-Luther-Universität, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Evangelische Hochschule für Kirchenmusik, Außeruniversitäre Einrichtungen).

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Halle liegt am Nordwestrand der Leipziger Tieflandsbucht, der größere Teil östlich der Saale, die sich hier in mehrere Arme teilt und eine breite Flussaue bildet. Die höchste Erhebung ist der Große Galgenberg mit 136 Metern über Normalnull (NN). Der tiefste Punkt beträgt 71 Meter über NN und befindet sich am Ufer der Saale-Insel Forstwerder, die im Stadtteil Trotha liegt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet ist in die 5 Stadtbezirke Mitte, Nord, Ost, Süd und West gegliedert. Die Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Stadtviertel unterteilt. siehe Stadtteile von Halle (Saale)

Hochwasser 2013[Bearbeiten]

Die tagelang anhaltenden Regenfälle Ende Mai/Anfang Juni 2013 haben in Sachsen-Anhalt eine schwere Flutkatastrophe verursacht. Sachsen-Anhalt droht nach offiziellen Einschätzungen ein noch schlimmeres Hochwasser als bei der Jahrhundertflut 2002. Die Seite Hochwasser 2013 in Halle dokumentiert die Geschehnisse, Pegelstände, Entwicklungen beginnend vom 03. Juni 2013.

Gewässer[Bearbeiten]

Flüsse[Bearbeiten]

Saale[Bearbeiten]
Hochwasser an der Neumühle mit alten Hochwassermarken, leider in sehr schlechtem Zustand

Auf einer Länge von 27 km fließt die Saale durch Halle. Die Stromsaale bewältigt dabei einen Höhenunterschied von 9 m. Um ihre Schiffbarkeit herzustellen, wurden fünf Wehre mit Schleusen errichtet. Zusammen mit den Nebenarmen, Hochwasserentlastern, Schleusen und Schleusenkanälen sowie Hafenbecken ergibt sich eine Gesamtlänge von 47 km Wasserläufen. Die Saale führt mitunter gefährliches Hochwasser, das besonders durch die Weiße Elster und die Unstrut eingebracht wird.

Historisch gesehen sind die Hochwasserstände allerdings niedrig, wenn man sie etwa mit dem von 1595 vergleicht.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Die Weiße Elster, die im tschechischen Elstergebirge östlich von Asch entspringt, mündet im Stadtteil Beesen in die Saale.

Stehende Gewässer[Bearbeiten]

Dazu befinden sich ca. 180 stehende Gewässer im Stadtgebiet. Der Hufeisensee bei Büschdorf ist mit 73 ha der größte See der Stadt. Weitere größere Seen sind der Osendorfer See mit 21 ha, Heidesee in Nietleben mit 12,5 ha, der Friedhofsteich und der Bruchsee in Halle Neustadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Herkunft des Namens[Bearbeiten]

Marktplatz mit Marktkirche und Rotem Turm, 1906
Marktplatz, 1906

Das Wort „Hall“ wird oft als keltischer Begriff für Salz[2] gedeutet, kommt aber wahrscheinlich aus dem Westgermanischen und bedeutet „unter Hitzeeinwirkung austrocknen“, was auf das Vorkommen von Salzquellen und den Betrieb einer Saline hindeutet.

Stadtgeschichte[Bearbeiten]

Steinzeitliche Siedlungsursprünge wurden bei Giebichenstein gefunden.

Die Stadt Halle liegt im Gebiet des ehemaligen sorbischen Gaues Neletici. Von dessen sechs Burgwardbezirken war insbesondere die Burg Giebichenstein mit der Entwicklung von Halle verknüpft. Mittlerweile ist auch der ehemalige Burgwardbezirk Radewell nach Halle eingemeindet wurden. Die sorbischen Siedlungen auf dem Gebiet von Halle-Neustadt (damals zum Friesenfeld/Hassegau gehörend) wurden bei der karolingischen Expansion über die Saale aufgehoben und ein Burgward in H[un]enleba (Hunleiuaburch) im heutigen Holleben geschaffen. Auch das 1950 eingemeindete Liudineburg (Lettin) gehörte zum Friesenfeld des Hersfelder Zehntverzeichnisses (ab 831-899).

In sorbischer Zeit hieß die Siedlung Dobrebora (guter Wald) oder auch Dobresole (gutes Salz). Der Überlieferung nach soll ein sorbischer Schweinehirt Solelachen entdeckt haben, wo dann die Dorfbewohner einen Brunnen gruben und die Sole abschöpften, um sie zu Salz zu versieden. Dieser erste Brunnen wurde später der Wendische Brunnen genannt und ist auch als Gutjahr-Brunnen bekannt.

Nach dem Verständnis der Quellen des 16. - 18. Jahrhunderts[3] masseten sich die Sorben der Saltz=Quellen unrechtmäßiger Weise an, und logirten sich in das darbey erbauete Dorff, so daß Kayser Carl der Grosse diesen ungebethenen Gästen seinen Sohn Carolum über den Halß schickte, welcher sie Anno Christi 806. mit einer Zahlreichen Armee angriffe, theils verjagte, erschluge, theils auch zum Christlichen Glauben bekehrete.[4] Halle wurde hierbei erstmals erwähnt.

Am 26. Juni 952 übergab der ostfränkische König Otto I. in Merseburg die sorbische Siedlung Thobragora sowie weitere Siedlungen und Wälder im Tausch gegen Desingerode, Eddigehausen und Harste seinem Vasallen Billing.[5] Von den Regesta Imperii wird Thobragora mit Halle in Verbindung gebracht.[6] Gertraud Eva Schrage[7], Karlheinz Hengst[8] und Albert Richter[9] sehen in Thobragora die Siedlung Gutenberg in der Gemeinde Petersberg. Ludwig August Schultes brachte Thobragora über den Ortsnamen Trebitz mit dem Petersberg direkt in Verbindung.[10]

Im Jahr 961 wurde durch eine Urkunde Ottos I. das Stadtrecht erteilt. Die Ursprünge der mittelalterlichen Altstadt von Halle liegen etwas weiter südlich von Giebichenstein auf der Anhöhe nördlich der Verzweigung der Saale in das heutige Zentrum hinein.

968 kam Halle in den Besitz des neugegründeten Erzbistums Magdeburg. Seit dem 15. Jahrhundert war es die Residenzstadt des Erzbistums.

In einer Urkunde Ottos II. vom 5. Juni 973 [11] wird zwischen Giebichenstein und Thobragora (hier: Dobrogora) unterschieden.[12]

Wohl seit dem 13. Jahrhundert nahmen hallesche Kaufleute am Fernhandel mit Flandern teil. 1281 wurde Halle urkundlich erstmals als Mitglied der Hanse erwähnt. Damals stimmte der Rat der Stadt der Verlegung des Stapelplatzes von Brügge nach Aardenburg zu.

Bei einem Konflikt zwischen der städtischen Oberschicht und den Handwerkern und den "Gemeinheiten", den Vertretern der einzelnen Stadtviertel, besetzten Truppen des Magdeburger Erzbischofs die bis dahin weitgehend autonome Stadt. Erzbischof Ernst hob die pfännerschaftliche Genossenschaft auf und vergab die Salzgüter vorwiegend an die mit ihm verbündeten Innungsvertreter und städtischen "Gemeinheiten". Im März 1479 wurde eine neue Regimentsordnung in Kraft gesetzt. Der Umbau der Kommunalverfassung war Anfang des 16. Jahrhunderts abgeschlossen. Der Erzbischof war seither unbestrittener Herr der Stadt, die auch das Recht verlor, eigene Bündnisse einzugehen. 1518 wurde beschlossen, Halle nicht mehr als Hansestadt zu betrachten.

1541 wurde die Reformation in der Stadt eingeführt. Martin Luther predigte mehrfach in der Hallenser Marktkirche.

Nach dem Tod des letzten Administrators des Erzbistums Magdeburg, Herzog August von Sachsen, 1680 fiel Halle an das Kurfürstentum Brandenburg bzw. 1701 an das Königreich Preußen. Dort war es bis 1714 Hauptstadt des preußischen Herzogtums Magdeburg.

In Napoleonischer Zeit kam Halle 1807 infolge des Friedens von Tilsit an das Königreich Westphalen. Auf dem Wiener Kongress 1815 wurde es wieder an Preußen übertragen.

Hallenser, Halloren und Hallunken[Bearbeiten]

Hallenser, Halloren und Hallunken soll man in Halle an der Saale öfter antreffen. Diese ironisch gemeinte Kategorisierung der Einwohner Halles wird von vielen auf Heinrich Heine zurückgeführt. Eine Recherche ergab jedoch, dass eine entsprechende Stelle in Heines Schriften fehlt, was eine mündliche Äußerung natürlich nicht ausschließt. Zu fassen ist diese Einteilung erstmals im dritten Band von Robert Moritz' "Halloren-Geschichten", 1904, wo es auf S. 40 heißt:

"Geliebte! Hier kommen alle die Menschen zusammen, die dem Herrn dienen, Geliebte! Und auch die, die so tun, als ob sie ihm dienen täten. Und alle fühlen sich eins! Aber sie sind nicht eins! Sintemalen es sind Hallenser, Halunken und Halloren."

Halloren waren die Salzarbeiter, die ursprünglich auf der "Halle", dem heutigen Hallmarkt, lebten und in der Saline das weiße Gold gewannen. Als Hallenser dagegen wurden die Händler und Bürger bezeichnet, die um den höher gelegenen Markt, den heutigen Marktplatz, gelebt und mit Salz gehandelt haben. Hallunken schließlich mussten sich die Bewohner der heruntergekommenen Vorstadt Glaucha nennen lassen.

Heutzutage werden die in Halle geborenen Menschen als Hallenser bezeichnet, während hingegen die Zugezogenen scherzhaft Hallunken genannt werden.

Jüdische Gemeinde Halle[Bearbeiten]

  • Um 970 Erste zuverlässige Erwähnung von Juden in Halle. Wie bei anderen wichtigen Orten des ost-saaleschen Siedlungsgebietes - Stützpunkt des Fernhandels.
  • 1185 Frühester Nachweis jüdischer Ansiedlung. Judendorf mit Synagoge und Friedhof auf Terrain der späteren Moritzburg.
  • 1493 Ende der frühen jüdischen Gemeinden nach mehreren Vertreibungen und Wiederansiedlungen (1206, 1261, 1312, 1349, 1458, 1493).
  • 1692 Erste Bestattung in eigenem Grund und erster gemeinsamer G'ttesdienst (zu Rosch Ha-Schana = Jüdisches Neujahrsfest im September) der seit 1688 wieder angesiedelten jüdischen Familien aus Berlin und Halberstadt.
  • 1704 Konsolidierung der Gemeinde mit "Generalprivilegium der Judenschaft zu Halle", mit 1693 geweihtem Friedhof, 1703 geweihter Synagoge und eigener Zivilgerichtsbarkeit
  • 1724 Erster jüdischer Absolvent der Medizin an der Uni Halle. Mit Gemeindeunterstützung ("Freitische") erlangen bis 1800 über 60 Studenten der Medizin ihre Approbation.
  • 1808 wird für die Juden das napoleonische Dekret der Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz und die Religionsfreiheit gültig; trotzdem Teilnahme hallescher Juden am Befreiungskrieg 1812 - * 1815; die preußischen Judenverordnungen (1812, 1847) schränken bürgerliche Freiheiten ein.
  • 1858 Bestätigungen des ersten "Statutes des Synagogenbezirks Halle".
  • 1869 erste Bestattung auf dem Friedhof Humboldtstraße.
  • 1870 Einweihung des Neubaus der 1703 eingerichteten und 1829 erweiterten Synagoge am Großen Berlin durch den 1860 angetretenen und 28 Jahre amtierenden ersten Gemeinderabbiner, den aus der liberalen Breslauer Schule kommenden und zu den Honoratioren zählenden Dr. Wilhelm Fröhlich (Urgroßvater von Herrn Prof. Emil L. Fackenheim).

Politik[Bearbeiten]

Offizielles Hoheitszeichen und Stadtwappen

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Bei der Oberbürgermeisterwahl am 26. November 2006 wurde sie in der Stichwahl mit 54,47 % der abgegebenen Stimmen zur neuen Oberbürgermeisterin gewählt.

Zum Nachfolger wurde am 15. Juli 2012 der bisherige Innendezernent Bernd Wiegand gewählt. Er tritt sein Amt am 1. Dezember 2012 an.

Wappen[Bearbeiten]

Die Beschreibung des Wappens (Blasonierung) gibt folgende Auskunft: "In Silber ein steigender roter Mond zwischen zwei sechsstrahligen roten Sternen, der überhöhte Stern etwas größer dargestellt."

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Halle unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft bzw. Städtefreundschaft:

  • Oulu (Finnland) seit 1968
  • Coimbra (Portugal) seit 1974
  • Linz (Österreich) seit 1975
  • Grenoble (Frankreich) seit 1976
  • Karlsruhe (Baden-Württemberg) seit 1987
  • Hildesheim (Niedersachsen) seit 1992
  • Ufa (Baschkirien, Russland) seit 1997
  • Jiaxing (China) seit 2009
  • Savannah (USA) seit 2011

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Seit Halle bei der Wahl der Landeshauptstadt Anfang der 90er Jahre gegen Magdeburg verlor, nennt sich die Stadt "Kulturhauptstadt" Sachsen-Anhalts. Besondere Sehenswürdigkeiten der Stadt Halle sind – die Moritzburg, das Opernhaus, das Händelhaus, die Burg Giebichenstein, der Hallmarkt, das Beatles-Museum, und das Landesmuseum für Vorgeschichte.

Bühnen[Bearbeiten]

  • Opernhaus (Oper, Operette, Musical, Ballett)
  • Neues Theater (Schauspiel)
  • Puppentheater
  • Thalia-Theater (Kinder- und Jugendtheater)
  • Staatskapelle

Seit 1. Januar 2009 sind Oper, Staatskapelle, Neues Theater, Puppentheater und Thalia Theater in der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle, kurz Bühnen Halle GmbH vereinigt.

Freihe Theaterbühnen[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • Staatskapelle (Händelfestspielorchester, Orchester des Opernhauses)
  • Stadtsingechor
  • Robert-Franz-Singakademie
  • Kinderchor der Stadt Halle
  • Hallesche Kantorei
  • Collegium Vocale Halle
  • CantArt Halle
  • Hallesche Madrigalisten
  • bene vocale
  • convivium musicum
  • Acapella Chor
  • Neuer Chor
  • Mädchenchor Halle-Neustadt
  • Konzerthallenchor Halle

Weihnachtsmarkt[Bearbeiten]

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit öffnet der Hallenser Weihnachtsmarkt am alten Markt seine Pforten und lädt zum gemütlichen Beisammensein mit Punch, Glühwein und weihnachtlichen Lebkuchen und Stollen ein. Mittelpunkt dieser Veranstaltung stellt das vorweihnachtliche Gefühl und die Vorbereitung auf das besinnliche familiäre Fest, dar. Schauplatz ist der gesamte alte Markt im Zentrum von Halle. Der Weihnachtsmarkt bietet mit seinen ca. 100 Ständen das Kunsthandwerk, weihnachtliche Spezialitäten, optische Leckerbissen, wie die 85m hohe Adventskerze, festlich geschmückte Gassen, historische Straßenzüge und die besondere Atmosphäre der Altstadt. In Mitten des Getümmels steht jedes Jahr wieder die 15 Meter hohe Tanne im bunten Lichtermeer erstrahlen. Jährlich öffnet der Markt von Ende November bis zum 28.12. von Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr, Sonntags von 11 bis 21 Uhr, inklusive eines verkaufsoffenen Sonntags am 2. und 4. Advent (13 bis 18 Uhr) um kurzfristige Geschenkbesorgungen zu erledigen.

Ein Exportschlager aus Finnland sind übrigens auch echte Rentiere aus Halles finnischer Partnerstadt Oulu. Die Tiere leben das ganz Jahr über auf der halleschen Rentierfarm „Am Goldberg“.

In der begehbaren Weihnachtsmarktkrippe erwartet Familien Märchen, Lesungen, Weihnachtsmannsprechstunden, Kinderprogramm, Plätzchen backen, Puppentheater und Musik auf der Westseite des Marktplatzes. Die Weihnachtsmarktbesucher sind zum Adventslieder singen gemeinsam mit halleschen Chören eingeladen. Gleich nebenan präsentieren erstmals 2014 die „h ALLE-Leuchten“ – ein Netzwerk hallescher Designer und Künstler – identitätsstiftende Eigenkreationen und modernes Design Made in Halle. Im Zelt der Begegnungen lockt täglich von 17.00 - 18.00 Uhr die Fotoaktion „Komm ins Bild“. In Kostümen können Interessierte die Weihnachtsgeschichte nachbilden und sich fotografieren lassen. Das Bild kann als digitale Postkarte beliebig oft verschickt werden. Ein Raum der Stille „Lebensräume – Lebensträume“ bietet täglich Entschleunigung in all dem adventlichen Trubel. Zu dem bietet die Bücher-Box unter dem Motto: „Bring eins – nimm eins“ den ausgelesenen Schmöker gegen ein anderes Buch einzutauschen.

Die Comic-Rentiere grüßen jedes Jahr aufs neue als Motiv von den Weihnachtsmarkttassen, der Weihnachtsmarktbroschüre und vielen anderen weihnachtlichen Souvenirs wie dem Hallenser Adventskalender, Malbuch und Badesalz. Die Finni- & Rudi-Lebkuchenherzen sind ebenfalls ein beliebtes Mitbringsel vom Halleschen Weihnachtsmarkt. Die Lebkuchen werden sachsen-anhaltweit in den Filialen der Bäckerei Schäfer´s angeboten und sind auf dem Weihnachtsmarkt am Halle(Saale)-Stand sowie in der Tourist-Information Halle (Saale) ebenfalls zu haben.

Herkunft: Zu Beginn der kalten Jahreszeit - Winter - veranstaltete man bereits in der spätmittelalterlichen Ära Verkaufsmessen und Märkte, welche den Bürgern die Möglichkeit gab, sich mit Fleisch und winterlichem Bedarf einzudecken. Im 14. Jahrhundert folgten dann die Handwerker zur Weihnachtszeit mit ihren Ständen, ausgerüstet mit Holzspielzeug, Körbe und Zuckergebäcke, welche die Kinder dann zum Heiligabend geschenkt bekamen. Ebenso begann in dieser Zeit der Trend der gerösteten Kastanien, Nüssen und Mandeln. Der Brauch bestätigte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, einen solchen Markt zum festen Bestandteil der Vorweihnachtszeit zu machen. Seither wandelte, änderte und wuchs dieser Weihnachtsmarkt zu jenem welchen wir heute kennen.

Artikel: Lisa Püschel Recherche: Victoria Schindler

Bibliotheken[Bearbeiten]

  • Universitäts- und Landesbibliothek mit Zweigbibliotheken
  • Bibliothek der Morgenländischen Gesellschaft
  • Bibliothek der Leopoldina
  • Marienbibliothek
  • Bibliothek des Händelhauses
  • Musikbibliothek
  • Stadtbibliothek mit Zweigbibliotheken

Museen[Bearbeiten]

Kinos[Bearbeiten]

Programmkinos

siehe auch: Historische Kinos in Halle (Saale)

Kirchen und Synagogen[Bearbeiten]

Burgen und andere Befestigungsanlagen[Bearbeiten]

Ansichtskarte von Halle mit Moritzburg und Giebichenstein, 1899

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Händeldenkmal (Hermann Heidel), Marktplatz
  • Francke-Denkmal (Christian Daniel Rauch), Franckesche Stiftungen
  • Denkmal für Richard Volkmann-Leander (Artur Volkmann), Magdeburger Str.
  • Denkmal für Wilhelm Roux, Steintor
  • Denkmal für Johann Christian Reil, Reilstraße
  • Denkmal für Kurt Götz (Michael Weihe), Universitätsplatz
  • Heinrich-Heine-Denkmal (Jens Bergner), Universitätsplatz
  • Eichendorffbank auf dem Klausberg
  • Kaiser-Wilhelm-Denkmal (Peter Breuer - Bruno Schmitz), Hansering, 1947 abgerissen.

Brunnen[Bearbeiten]

Brücken[Bearbeiten]

  • Forstwerderbrücke (nur für Fußgänger)
  • Giebichensteinbrücke
  • Ochsenbrücke (nur für Fußgänger)
  • Schwanenbrücke (nur für Fußgänger)
  • Steinmühlenbrücke
  • Peißnitzbrücke (nur für Fußgänger und Radfahrer)
  • Elisabetbrücke (nur für Fußgänger und Straßenbahn)
  • Schieferbrücke
  • Klausbrücke
  • Brücke der Magistrale (Nur für Kraftfahrzeuge)
  • Genzmerbrücke
  • Hafenbahnbrücke (nur für Fußgänger und Radfahrer)
  • Berliner Brücke

Inseln[Bearbeiten]

Friedhofsanlagen[Bearbeiten]

Drei Gänse - Plastik von Gustav Weidanz

Plastiken, Büsten und Monumente[Bearbeiten]

(Auswahl)

  • Drei Gänse (Weidanz) auf dem Rosa-Luxemburg-Platz
  • Fahnenmonument (Fliegel) am Hansering
  • Kugelstoßer (Bebernis) an der Nietlebener Straße
  • Pferd und Rind an der Giebichensteinbrücke (Marcks)
  • Die Lesende (Beberniß) auf der Ziegelwiese
  • Turnende Kinder (Hilscher) auf der Neustädter Passage
  • Maureske (Ohme, 1988) am Friedemann-Bach-Platz
  • Theaterdirektor Striese (Sell) am Unversitätsplatz


Parks und Gärten[Bearbeiten]

Natur- und Landschaftsschutzgebiete[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Landschaftsschutzgebiete[Bearbeiten]

Sport in Halle[Bearbeiten]

Sportvereine[Bearbeiten]

Sportstätten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstige Persönlichkeiten mit Bezug zu Halle[Bearbeiten]

  • August Hermann Francke (1663-1727) evangelischer Theologe, Pädagoge und Begründer der Franckeschen Stiftungen
  • Anton Wilhelm Amo (1703-1753) ist der erste bekannte Philosoph und Rechtswissenschaftler afrikanischer Herkunft in Deutschland. Er studierte ab 1727 an der Universität Halle Philosophie und Rechtswissenschaften.
  • Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) war der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach und wird auch als der Hallesche Bach bezeichnet. Zwischen 1746 und 1764 war Musikdirektor und Organist an der Marktkirche (Marienkirche) in Halle und leitete auch den Stadtsingechor zu Halle.
  • Moritz Heyne (1837-1906) war ein germanistischer Mediävist und Lexikograph.Zwischen 1863 und 1869 studierte und dozierte er in Halle. Später arbeitete er u.a. am Deutschen Wörterbuch, dem größten und umfassendsten Wörterbuch zur deutschen Sprache seit dem 16. Jahrhundert mit Wortbedeutungen und Belegstellen.
  • Lyonel Feininger (1871-1956), gehört zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne. 1930/31 arbeitete er auf Einladung der Stadt Halle an insgesamt elf expressionistischen Stadtansichten, insbesondere die Ansichten der Marktkirche und des Roten Turmes wurden bekannt.

Virtueller Stadtrundgang durch Halle[Bearbeiten]

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Literatur[Bearbeiten]

  • Münter, M. (1869) Der Untergrund der Stadt Halle an der Saale, beschrieben und auf einer Karte dargestellt, Girard, H., (Hrsg.) , Barthel, Halle
  • v. Schulze-Galléra, S. (1920)Topografie oder Häuser- und Straßen-Geschichte der Stadt Halle a.d. Saale, Beschreibung und Geschichte der Straßen, Plätze und Märkte, öffentlicher und privater Gebäude der Stadt von den ältesten Zeiten ab bis zum Jahre 1914, Erster Band, Altstadt, Hendrichs, Halle a. d. Saale
  • v. Schulze-Galléra, S. (1921) Topografie oder Häuser- und Straßen-Geschichte der Stadt Halle a.d. Saale, Beschreibung und Geschichte der Straßen, Plätze und Märkte, öffentlicher und privater Gebäude der Stadt von den ältesten Zeiten ab bis zum Jahre 1914, Zweiter Band, erste Hälfte, Hendrichs, Halle a. d. Saale
  • v. Schulze-Galléra, S.(1923) Topografie oder Häuser- und Straßen-Geschichte der Stadt Halle a.d. Saale, Beschreibung und Geschichte der Straßen, Plätze und Märkte, öffentlicher und privater Gebäude der Stadt von den ältesten Zeiten ab bis zum Jahre 1914, Zweiter Band, zweite Hälfte, Hendrichs, Halle a. d. Saale
  • v. Schulze-Galléra, S. (1924) Topografie der Stadt Halle, Dritter Band, Karras + Koennecke, Halle a. d. Saale

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Halle größer als Magdeburg. In: Magdeburger Volksstimme, 6. Februar 2013
  2. Datei:Salz.pdf
  3. vgl. auch Ernst Brotuff der elter Bürger zu Marsburg: Chronica Vnd Antiquitates des alten Keiserlichen Stiffts, der Römischen Burg, Colonia vnd Stadt Marsburg, an der Salah in Obern Sachssen, Mit viel alten sonderlichen seltzamen Historien vnd Geschichten dieser Lande. Sampt einem ordentlichen Cathalogo, aller Bischoffe vnd Administratorn zu Marsburg. Gedruckt durch Georgen Hantzsch, zu Leipzig 1557, S. XXVII ff.
  4. Johann Gottfried Gregorii: Das Erneuerte Alterthum, Oder Curieuse Beschreibung Einiger vormahls berühmten, theils verwüsteten und zerstörten, theils aber wieder neu auferbaueten Berg-Schlösser in Teutschland: Aus glaubwürdigen Historicis und Geographis mit vielen denckwürdigen Antiquitäten vorgestellet, und nebst zweyen Registern etwas vermehrter ausgefertiget von MELISSANTES. In Verlegung Joh. Jac. Spiessens, Buchhändlers in Erffurt 1721, Andere Auflage. Franckfurth und Leipzig, S. 225: Die damalige Behauptung, Karl der Große übergab die Salzwercke, nebst dem erweiterten Dorffe Dobrebora und die herum liegende Lande, worinnen auch Giebichenstein begriffen war (welches einige vor ein wendisches Schloß angehen wollen) dem Christlichen Hertzoge zu Sachsen "Wittekindo", dessen Sohn "Wittekindum" den Jüngern der Kayser auf Verlangen des Vaters zu einem Grafen von Wettin machte, und mit selbiger Grafschaft belehnete, ist als unhistorisch aufzufassen.
  5. Die Urkunde DO I, Nr. 152 (Abgerufen am 10.01.2018)
  6. Otto I. [...] gibt seinem geliebten vassallen Billing die marken Osmünde mit zwei wäldern, Trotha mit schloss Groitsch, Halle (Thobragora), Brachstedt, Oppin (sämmtlich in der gegend von Halle, vgl. Wedekind Noten 2,212) und Steinbach in der mark Scheidungen (an der Unstrut) mit dem benachbarten wald zu tausch gegen Desingerode, Eddigehausen und Harste [...] Die hier vom könig eingetauschten besitzungen kommen durch no 229 an Magdeburg; als später (no 431) der tausch rückgängig gemacht ward, erhielt das stift zum ersatz die hier an Billing gegebenen güter und damit wol auch die urkunde. RI II,1 n. 214, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0952-06-26_1_0_2_1_1_404_214 (Abgerufen am 10.01.2018)
  7. Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135, 1999, S. 189–268, hier S. 221: Allerdings wurde aus unbekannten Gründen dieser Tausch rückgängig gemacht - jam rupto concambio - und Otto I. übereignete im Jahr 966 einen Teil der innerhalb des pagus Neletici gelegenen ehemaligen Besitzungen des Billing dem Magdeburger Moritzkloster, nämlich Nova urbs (Niemberg), Thobragora (Gutenberg), Oppin, und Brachstedt.
  8. Das Gebiet zwischen Saale und Elbe vor tausend Jahren. Betrachtungen von Ostthüringen bis Mittelsachsen aus sprachgeschichtlicher Sicht mit besonderer Beachtung des slawischen Adels vom 10. bis 13. Jahrhundert. In: Neues Archiv für sächsische Geschichte (87 Band 2016, 1. Auflage Januar 2017), S. 1–58, hier S. 6.
  9. Die Ortsnamen des Saalkreises, Akademie-Verlag, Berlin 1962, S. 37f,
  10. Directorium diplomaticum oder chronologisch geordnete Auszüge von sämmtlichen über die Geschichte Obersachsens vorhandenen Urkunden (Ersten Bandes I. Heft) bei Christian Hahn, Altenburg 1821, S. 67 Anm. 126: Vielleicht das Dorf Trebitz das.[elbst]
  11. Druck in MGH DD
  12. "Pagum igitur seu regionem Neletici nominatam in orientali parte Sale fluminis sitam in qua civitates Gibikonstein et Dobrogora et Rodobile habentur, cum salina sua et omnibus appendiciis." RI II,2 n. 609, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0973-06-05_2_0_2_2_0_113_609 (Abgerufen am 19.01.2018).

Weblinks[Bearbeiten]