Gremmin

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Blick auf den Gremminer See mit den Baggern von Ferropolis im Hintergrund

Gremmin war ein Nachbardorf von Gräfenhainichen im Landkreis Wittenberg, das dem Braunkohleabbau geopfert wurde.

[Bearbeiten] Geschichte

1982 kam es zu einer schicksalhaften Entscheidung für das Dorf Gremmin: Es wurde zugunsten des Braunkohletagebaus Golpa-Nord aufgegeben. So begann man, die Einwohner umzusiedeln und ihre Häuser nach und nach abzutragen. Am 9. August 1981 fand der letzte Gottesdienst in Gremmin statt. Die Kirche selbst wurde am 22. Juli 1982 gesprengt.

1991 wurde der Tagebau stillgelegt. Vier Jahre später wurde auf einem Teil des Geländes "Ferropolis – Die Stadt aus Eisen" gegründet – ein Freilichtmuseum und Veranstaltungsort. Das Restloch des Tagebaus blieb zunächst brach. 2000 wurde es mit Grundwasser und Wasser aus der Mulde geflutet. Der so entstandene See wurde in Anlehnung an das "verschwundene Dorf" Gremminer See genannt.

[Bearbeiten] Erinnerungen

Im Juli 2010 wurde eine Boje in Form einer Kirchturmspitze auf dem Gremminer See verankert. Sie zeigt den exakten Standort der damaligen Dorfkirche an und soll an den Ort erinnern. Die Boje gibt Leuchtzeichen, die im Morsecode den Namen Gremmin ergeben.

[Bearbeiten] Weblinks

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