Gottfried August Bürger

Aus Sachsen-Anhalt-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gedenkstein für Gottfried August Bürger in Molmerswende

Gottfried August Bürger (* 31. Dezember 1747 in Molmerswende, heute Ortsteil von Mansfeld; † 8. Juni 1794 in Göttingen) war Hochschullehrer und Schriftsteller. Bürgers zahlreiche Gedichte umfassen Balladen tragisch-dramatischen Inhalts, aber auch politische, satirische und komische Gedichte. Bekannt ist Bürger vor allem durch die Geschichten des Barons Münchhausen.

Biografie[Bearbeiten]

Bürger wuchs in Molmerswende auf, wo sein Vater Johann Gottfried Bürger Pfarrer war, besuchte aber ab 1760 die Stadtschule in Aschersleben, anschließend das Pädagogium in Halle (Saale), wo er auch das Studium der Theologie an der Universität aufnahm.

1768 wechselte er an die Universität Göttingen und zur Rechtswissenschaft. In Göttingen lebte er bis zu seinem Tod 1794. Seit 1772 arbeitete er als Amtmann, später hielt er an der Universität Privatvorlesungen über Ästhetik, Stilistik, alte Sprachen und Philosophie. 1789 erhielt er eine Professur ohne feste Anstellung.

Bürger schuf sein Werk neben dem Broterwerb, veröffentlichte seine Gedichte im „Göttinger Musenalmanach“. Heute ist er hauptsächlich berühmt für „Feldzüge und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen“, erschienen 1786. Er lehnte sich an eine auf Englisch erschiene Fassung an, lieferte davon ausgehend allerdings eine frei Bearbeitung. Als die Geschichten vom Baron Münchhausen wurden sie in seiner Version mehrmals verfilmt.

Bürger-Museum[Bearbeiten]

Das Bürger-Museum befindet sich in Bürgers Geburtshaus in Molmerswende. Seit 1983 wird das Haus nicht mehr bewohnt, so dass ab diesem Zeitpunkt das gesamte Gebäude als Museum genutzt werden konnte. In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Kunst und Literatur Harz e.V., der Universität Halle (Prof. Dr. Thomas Höhle), dem Literaturmuseum Gleimhaus in Halberstadt (Dr. Scholke) und dem Grafikdesigner Czechowski wurde 1993 ein neues Museums-Konzept erarbeitet. Die Eröffnung des Museums in seiner jetzigen Form fand 1994 anlässlich des 200. Todestages von Bürger statt.

Schließung des Museums[Bearbeiten]

Kurz vor Weihnachten 2011 wurde das Geburtshaus/Museum vorübergehend geschlossen. Grund ist, dass das Gebäude derzeit keine ausreichende Standsicherheit hat, da das Fachwerk von Nassfäule befallen ist. Die Kosten für eine Sanierung belaufen sich auf 985.000 Euro. Die Fianzierung des Projektes ist nicht gesichert (Stand Februar 2013). Unterstützung erfährt das Projekt durch Spendenaktionen des Fördervereins Gottfried August Bürger Molmerswende, die über das Jahr 2013 verteilt stattfinden. [1]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitteldeutsche Zeitung: Molmerswende - Bürger-Museum wird teurer als geplant, 12.02.2013

Weblinks[Bearbeiten]