Goitzsche

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Goitzsche

Lage Anhalt-Bitterfeld
Fläche 13,32 km²
Länge
Breite
Maximale Tiefe 48 Meter
Uferstadt Bitterfeld-Wolfen, Pouch
Die Tonhalde ist eine Insel in der Goitzsche
Der Bitterfelder Bogen ist ein markantes Objekt an der Goitzsche

Der Goitzschesee (sprich: Gottsche) oder Bernsteinsee ist ein Seengebiet, das aus dem ehemaligen Braunkohletagebau Goitzsche hervorgegangen ist. Er besteht aus den Teilseen Mühlbeck, Niemegk, Döbern und Bärenhof. Der Tagebaurestsee gehört zum Bitterfelder Bergbaurevier.

Im Dezember 2013 wurden große Teile des Sees für ca. 2,9 Millionen Euro an die Blausee GmbH verkauft[1] Etwa ein Drittel der Fläche ist Eigentum des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Flutung

Am 7. Mai 1999 wurde der Startschuß zur Flutung der Goitzsche gegeben. Mit durchschnittlich 3 Qubikmeter pro Sekunde floss das Wasser aus dem Unterlauf der Mulde über einen alten Muldearm in die Goitzsche. Am 30. April 2002 wurde bei einem Pegelstand von 71,5 Metern über NN die Flutung eingestellt. Dies war der mit dem "Vorzeitigem Maßnahmebeginn" genehmigte Zwischenwasserstand.

[Bearbeiten] Hochwasser

Im August 2002 ließ ein durch das gewaltige Muldehochwasser ausgelöster Dammbruch an der Mulde die Goitzsche innerhalb von drei Tagen um 7 Meter bis weit über den Sollpegelstand volllaufen, bis sie überlief und dabei die Stadt Bitterfeld teilweise unter Wasser setzte. Dabei wurde ein Wasserstand von 78,64 Meter über NN erreicht, der dann auf 75,0 m über NN abgesenkt wurde.

[Bearbeiten] Wasserqualität

Gewässer in den ehemaligen Braunkohlentagebauen sind normalerweise stark versauert, so dass die entstehenden Seen nicht ohne weiteres als Badesee zu nutzen sind. Durch die Flutung der Goitzsche mit Muldewasser haben sich die beiden Wassertypen jedoch vermischt, so dass eine deutlich bessere Qualität entstand. Messungen an 60 Stellen im See bestätigen, dass die Wasserqualität sich nun im neutralen Bereich bewegt. Heute ist der See von den Anglern in Besitz genommen worden und wird durch einen Fischereibetrieb bewirtschaftet.

Seit dem 6. August 2004 ist die Goitzsche Badegewässer. Damit ist in einem Teil der Goitzsche das Baden, Surfen, Segeln, Wasserwandern und Tauchen auf eigene Gefahr erlaubt.

[Bearbeiten] Wassersport und Erholung

Die Goitzsche ist auch bei Seglern beliebt

Am Großen Goitzschesee wurde mit der Bernsteinpromenade, der Marina Bernsteinsee und anderen Wasserliegeplätzen, den Landschaftskunst-Projekten auf der Halbinsel Pouch, dem Pegelturm und dem Nordic Aktiv Park eine abwechslungsreiche touristische Struktur entwickelt. In direkter Nachbarschaft befinden sich auch die Mulde und der Muldestausee (See). Das Ausflugsschiff "Vineta" und das Segelschiff "Reudnitz" bieten regelmäßig Rundfahrten auf der Goitzsche an.

[Bearbeiten] Seebrücke

Die Seebrücke wurde im Mai 2009 neu errichtet

Der Orkan Kyrill stürmte am 18. Januar 2007 über Sachsen-Anhalt und auch die Goitzsche und zerstörte die schwimmende Seebrücke zum Pegelturm. 2009 wurde die Seebrücke ähnlich der bisherigen, wieder neu errichtet.

[Bearbeiten] Veranstaltungen

  • Seit dem Jahr 2004 finden auf der Goitzsche bei der Halbinsel Pouch im August Motorbootrennen (Welt-, Europa- und Deutsche Meisterschaften in unterschiedlichen Klassen) statt.
  • Die Veranstaltung ist mit dem dem Goitzsche-Fest, verbunden. Zum größten Volksfest der Region strömen jährlich am zweiten Augustwochenende ca. 100.000 Besucher auf die Halbinsel.
  • Der Sputnik Spring Break findet jedes Jahr an Pfingsten auf der Halbinsel Pouch statt.
  • Goitzsche in Flammen
  • Goitzsche-Marathon

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. 20 Millionen Euro für den Goitzschesee, Mitteldeutsche Zeitung, 11. Dezember 2013

[Bearbeiten] Weblinks


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