Friedrich Rammstedt

Aus Sachsen-Anhalt-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Alexander Otto Hermann Friedrich (Fritz) Rammstedt (* 18. Juni 1871 in Hamersleben; † 8. April 1941) war ein preußischer Offizier.

[Bearbeiten] Leben

Rammstedt war ein Sohn des Arztes Constantin Rammstedt in Hamersleben. Er trat in die preußische Armee ein und diente im 1. Unter-Elsässischen Infanterie-Regiment Nr. 132 in Straßburg. Als Oberleutnant war er zeitweilig im 1. Ostasiatischen Infanterie-Regiment eingesetzt.

Im Dezember 1909 trat Rammstedt aus dem preußischen Heer in die kaiserliche Schutztruppe für Kamerun über, wo er unter anderem als Führer der Stammkompanie eingesetzt wurde. 1913 wurde er als Führer der Polizeistammkompanie in Duala zur Dienstleistung beim Gouvernement kommandiert. 1914 bis 1916 nahm er in Kamerun am Ersten Weltkrieg teil. Als dienstältester Offizier im Westen übernahm er die Führung an der Ossidinge-Front (Nordwestabteilung) bei der Abwehr des britischen Vorstoßes über den Crossfluss. Am 6. September 1914 leitete er die Rückeroberung von Nssanakang. Am 8. November 1914 wurde er zum Major befördert. Angesichts der Übermacht der alliierten Truppen trat er im Februar 1916 mit dem Kommando der Schutztruppe auf neutrales spanisches Gebiet über und wurde zunächst auf Fernando Póo interniert, wo er das Kommando über die verbliebenen deutschen Truppen übernahm. Später wurde er nach Spanien überstellt.

Nach Kriegsende kehrte er nach Deutschland zurück. Im Zuge der Verminderung der Reichswehr wurde er am 31. März 1920 unter Verleihung des Charakters als Oberstleutnant verabschiedet. Seinen Ruhestand verbrachte er in Baden-Baden.

[Bearbeiten] Werke

  • Krieg und Schutztruppe. In: Wilhelm Kemner: Kamerun, dargestellt in kolonialpolitischer, historischer, verkehrstechnier, rassenkundlicher und rohstoffwirtschaftlicher Hinsicht. Berlin-Grunewald ²1941, S. 77-89

[Bearbeiten] Literatur

  • Florian Hoffmann: Okkupation und Militärverwaltung in Kamerun. Etablierung und Institutionalisierung des kolonialen Gewaltmonopols. Teil II: Die kaiserliche Schutztruppe und ihr Offizierkorps, Göttingen 2007, S. 158
Ein Projekt der
Persönliche Werkzeuge