Friedrich (Anhalt-Bernburg-Harzgerode)

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Friedrich Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (* 16. November 1613; † 30. Juni 1670 in Plötzkau) war Fürst von Anhalt mit Residenz in Harzgerode.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich war der zweite Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg. Nach standesgemäßer Ausbildung ging er nach damaligem Brauch auf Reisen. Die Regentschaft führte in dieser Zeit sein Bruder Christian II. von Anhalt-Bernburg. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde er 1640 auf Veranlassung des schwedischen Generalfeldmarschalls Johann Banners Chef eines schwedischen Regiments zu Fuß.

1642 heiratete er Johanne Elisabeth Gräfin zu Nassau. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor (Wilhelm, Anna UIrsula und Elisabeth Charlotte). Als seine Frau an den Folgen der letzten Geburt verstarb, begab er sich wieder auf Reisen. 1651 gründete er in Venedig die Bruderschaft der ewigen Freundschaft, der mehrere Fürsten und bekannte Persönlichkeiten seiner Zeit beitraten. 1656 nach Harzgerode zurückgekehrt, heiratete er im folgenden Jahr in zweiter Ehe Anna Katharina Gräfin von der Lippe, die im Oktober 1659 im Alter von nur 48 Jahren starb.

Nach einer schweren Feuersbrunst in Harzgerode stellte Friedrich den Betroffenen Getreide, Holz und Baumateriel zur Verfügung und befreite sie auf Jahre hinaus von ihren bürgerlichen Lasten.

1660 wurde er nach dem Tod des Fürsten Johann Casimir Senior der anhaltischen Fürsten. 1665 erhielt er halb Plötzkau und Radisleben, 1669 Teile von Gernrode und Frose. Friedrich ließ nach Kriegszerstörungen Tilkerode und Siptenfelde wiederaufbauen und neu besiedeln. Er starb am 30. Juni 1670 und wurde in der St.-Marien-Kirche in Harzgerode beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Joachim Scholz: Die St. Marien-Kirche zu Harzgerode in Anhalt. 1998