Drömling

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Der Naturpark Drömling ist ein ehemaliges Niederungsmoor im Nordwesten Sachsen-Anhalts an der Grenze zu Niedersachsen.

Das Gebiet wurde ab 1772 auf Weisung Friedrichs des Großen trockengelegt. In verschiedenen Entwässerungsetappen wurde die Ohre als Hauptgewässer ausgebaut und eine Anzahl weiterer Entwässerungsgräben angelegt. Quer durch den Drömling entstand im 20. Jahrhundert der Mittellandkanal.

Seit dem 12. September 1990 ist der in Sachsen-Anhalt gelegene Teil des Drömlings mit ca. 28.000 Hektar Fläche als Naturpark ausgewiesen. Die wertvollsten Teile des Naturparks bilden zudem seit dem 30. Juni 2005 das Naturschutzgebiet „Ohre-Drömling“ mit einer Größe von 10.340 Hektar. Das Naturschutzgebiet gliedert sich in vier Schutzzonen:

  1. In die Kernzone mit ca. 840 ha,
  2. die Nässezone mit ca. 2.960 ha,
  3. die Erhaltungszone mit ca. 4.630 ha und
  4. in die Verbindungszone mit ca. 1.910 ha

Zwischen 1992 und 2003 wurden in das Naturtschutzprojekt etwa 17 Millionen Euro investiert. Nach dem Abschluss der zweiten Förderphase 2012 soll das Gebiet zum Biosphärenreservat entwickelt werden.

Der Naturpark bietet heute zahlreichen seltenen Tier und Pflanzenarten eine Heimat. Nachgewiesen wurden 119 Brutvogelarten und 47 Säugetierarten. Der Drömling gilt als wichtigstes Vogelschutzgebiet Europas. Kulturgeschichtlich interessant ist das Grabensystem zur Moorkultivierung.

Der Drömling liegt mit seinen Gebietsstand vom 12. September 1990 auf sachsen-anhaltischer Seite in den Gemeinden Calvörde, Oebisfelde-Weferlingen, Klötze und Gardelegen. Sitz der Naturparkverwaltung ist Oebisfelde.

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