Carl Friedrich Zöllner

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Carl Friedrich Zöllner (* 1800 in Mittelhausen bei Allstedt, Landkreis Mansfeld-Südharz, † 1860 in Leipzig) komponierte Volkslieder und war ein Vorreiter des Männerchorwesens.

[Bearbeiten] Biografie

Zwei Jahrzehnte, bevor Carl Friedrich Zöllner in Mittelhausen geboren wurde, hatte es seinen Vater Johann Andreas Zöllner als Kantor in diese Exklave des Herzogtums Sachsen-Weimar verschlagen. Der hatte diese Stelle auf Vermittlung Johann Gottfried Herders erhalten.

Carl Friedrich Zöllner wurde als drittes von fünf Kindern geboren. Als er neun Jahre alt war, starb sein Vater und der Sohn besuchte die Gymnasien in Eisleben und Eisenach, 1814 wechselte er auf die Thomasschule in Leipzig. In der Großstadt nahm er 1819 auch ein Theologie-Studium auf, das er jedoch nicht beendete. 1822 richtete er ein privates Musikinstitut ein, an dem er vor allem den Chorgesang förderte. 1833 gründete er den ersten Zöllner-Verein, dem zahlreiche andere gleichen Namens folgten. Außerdem arbeitete er seit 1840 an der Thomasschule in Leipzig. Bei einem Festkonzert zum 100. Geburtstag des Dichters Friedrich Schiller dirigierte er 20 Zöllner-Vereine. Sie schlossen sich nach dem Tod Zöllners zum Leipziger Zöllnerbund zusammen, der bis 1945 bestand.

Der Zöllner-Männerchor Bernburg ist der einzige Zöllner-Verein, der noch heute besteht - er ist 1846 gegründet worden. Zöllner komponierte Chor-Versionen der Volkslieder „Das Wandern ist des Müllers Lust“, „Im Krug zum grünen Kranze“, „Das Lied vom Rheinwein“.

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