Carl Friedrich Bückling

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Carl Friedrich Bückling (* 23. August 1756 in Neuruppin; † 22. Februar 1812 in Berlin) war ein Bergmann und Erfinder. Er konstruierte die erste Dampfmaschine wattscher Bauart im Königreich Preußen, die heute im Mansfeld Museum in Hettstedt zu besichtigen ist.

[Bearbeiten] Leben

Bückling war Sohn eines Kaufmanns. 1762 verzog er mit seiner Familie nach Berlin, wo er nach dem Schulabschluss eine Lehre als Bauhandwerker begann. Danach besuchte er die Bergakademie in Freiberg. 1768 erhielt er eine Stelle im preußischen Berg- und Hüttendepartment des General-, Oberfinanz-, Kriegs- und Domänen-Direktoriums in Berlin.

Auf Veranlassung Friedrichs II. reiste Bückling nach England, um dort die Konstruktion von Dampfmaschinen, wie James Watt sie erfunden hatte, zu erkunden. Am 1. Juni 1783 wurde er als Dampfmaschinen-Oberbauleiter nach Hettstedt versetzt. Nachdem er ein zweites Mal in England war, hatte er genug Informationen gesammelt, um exakte Baupläne für eine eigene Dampfmaschine zu entwerfen.

Dieser frühe Fall von Industriespionage hatte Erfolg: Am 23. August 1785 wurde die erste deutsche Dampfmaschine wattscher Bauart auf dem König-Friedrich-Schacht bei Burgörner in der Nähe von Hettstedt offiziell in Betrieb genommen. Zwei Jahre später arbeitete sie zuverlässig.

Der Verein Deutscher Ingenieure errichtete 1885 auf dem König-Friedrich-Schacht in Burgörner bei Hettstedt ein Denkmal für die erste deutsche Dampfmaschine.

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