August Hemprich

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Matthias Christoph August Hemprich (* 4. November 1870 in Völpke; † 20. Januar 1946 in Halberstadt) war Lehrer und Direktor des Städtischen Museums in Halberstadt.

Leben[Bearbeiten]

Hemprich war ein Sohn des Steigers Friedrich Karl Hemprich. Er war urprünglich Mittelschullehrer in Halberstadt und wurde 1906 als zunächst nebenamtlicher Leiter des Städtischen Museums angestellt. Im Dezember 1921 wurde er in den Vorstand des provinzialsächsischen Museumsverbandes gewählt und Mitglied des dortigen Arbeitsausschusses.

1927 begründete Hemprich mit einer Arbeit über die Halberstädter Saurier eine wissenschaftliche Publikationsreihe des Museums. Er verfasste darüber hinaus zahlreiche Aufsätze für Fachzeitschriften und gab eine kurze Chronik der Stadt Halberstadt heraus. Am 29. Dezember 1930 wurde er als hauptamtlicher Direktor des Museums angestellt. Schwerpunkt seiner Forschungen waren Geologie sowie Ur- und Frühgeschichte der Harzregion. 1941 grub Hemprich die sogenannten "Fürstengräber von Emersleben", zwei Bestattungen aus dem 3. oder 4. Jahrhundert n. Chr. aus.

Werke[Bearbeiten]

  • Führer durch das Museum Heineanum (Heine'sche Vogelsammlung) in Halberstadt (Halberstadt 1910, 2. Aufl. 1926)
  • Geologische Heimatkunde von Halberstadt und Umgegend (Halberstadt 1913)
  • Ein Faustkeilschaberfund aus dem Harzvorlande (Halle/Saale 1926)
  • Die Halberstädter Saurier (Halberstadt 1927)
  • Chronik der Stadt Halberstadt (Halberstadt 1928)
  • Wie ist unser Heimatboden entstanden? (Halberstadt 1930)
  • Die Naturdenkmäler des Harzgaus (Halberstadt (1931)
  • Der vorgeschichtliche Mensch, die vorgeschichtliche Besiedlung und Kulturentwicklung im Harzgau (3 Bände, Halberstadt 1932-1937)
  • Wandgemälde als Lebensbilder aus der erd- und vorgeschichtlichen Besiedlung der Heimatscholle des Harzhaus (Halberstadt 1936)

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Maseberg: 100 Jahre Städtisches Museum Halberstadt. Versuch einer Bilanz. In: 100 Jahre Geschichte. Das Museum - Die Stadt - Die Halberstädter. Halberstadt 2005, S. 11-40