Aschersleben

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Aschersleben

Landkreis Salzlandkreis
Fläche 156,2 km²
Einwohner 28.153 (31. Dez. 2012)
PLZ 06449
Vorwahl 03473
Kfz-Kennzeichen SLK (alternativ: ASL)
Bürgermeister/in Andreas Michelmann (parteilos)
Webseite www.aschersleben.de
Rathaus und Sparkasse
Der Stadtpark

Aschersleben ist die älteste urkundlich erwähnte Stadt in Sachsen-Anhalt sowie viertgrößte Stadt des Salzlandkreises. Aschersleben liegt am Nordostrand des Harzes im Tal der Eine. Aufgrund der geografischen Lage wird Aschersleben auch als das "Tor zum Harz" bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste Erwähnung[Bearbeiten]

Aschersleben ist die älteste Stadt Sachsen-Anhalts. Im Jahre 753 wird sie im Codex Eberhardi des Klosters Fulda als Ascegereslebe erstmals erwähnt. Darin wird über eine Schenkung berichtet. Der Passauer Chorbischof Madalwin übertrug in einer Schenkungsurkunde seinen Besitz in Aschersleben dem Heiligen Bonifatius.

Albrecht der Bär[Bearbeiten]

St.-Stephani-Kirche

Im 11. Jahrhundert fiel Aschersleben an die Askanier, deren Name von Ascania oder Ascharia, der latinisierten Form der Stadt Aschersleben, herrührt. Albrecht der Bär stand an der Spitze der Askanier. Er ging durch die Eroberung der Nordmark und der Mark Brandenburg in die deutsche Geschichte ein und gilt als Begründer des Hauses Anhalt. Die Stadt wurde unter Albrecht dem Bären der Mittelpunkt des von den Askaniern regierten Verwaltungs- und Gerichtsbezirks. Quellen der Zeit künden von zahlreichen Gerichten in und um Aschersleben.

Als Albrecht der Bär am 18. November 1170 vermutlich in Stendal starb, gehörten die Askanier zu den bedeutendsten Fürstengeschlechtern im Heiligen Römischen Reich. Er hinterließ ein weiträumiges Herrschaftsgebiet. 1252 wurde Anhalt nach dem Tod Heinrichs I. in drei Fürstentümer aufgeteilt: Anhalt-Aschersleben, Anhalt-Bernburg und Anhalt-Köthen. Sitz des Fürstentums Anhalt-Aschersleben wurde der Ort Aschersleben mit Heinrich II. an der Spitze. Die Bedeutung des Ortes wuchs nun: aus einem Bauerndorf wurde ein Städtchen. Mit dem Erlöschen der Ascherslebener Linie des hauses Anhalt 1315 fiel der Ort an das Hochstift Halberstadt.

Stadtrecht und Stadtmauer[Bearbeiten]

Noch durch den Askanier Heinrich II. erhielt Aschersleben 1266 das Stadtrecht. 1322 wurde den Bürgern gestattet, die Stadt zu befestigen und mit Mauern zu umgeben. So entstand im 14. und 15. Jahrhundert eine eindrucksvolle Stadtbefestigungsanlage. Große Teile sind bis heute erhalten und entlang eines grünen Promenadenrings zu besichtigen. Die Stadtmauer hatte eine Gesamtlänge von 2,1 Kilometern und wurde von 51 Wach- und Wehrtürmen gesäumt.

Dreistädtebund, Reformation und Bauernkrieg[Bearbeiten]

In der Zeit des Raubrittertums verbündete sich Aschersleben 1326 vor allem aus Handelsinteressen mit Halberstadt und Quedlinburg in einem Dreistädtebund, der ununterbrochen bis 1477 andauerte. 1426 wurde Aschersleben Mitglied der Hanse.

Reformation und Bauernkrieg bestimmten das 16. Jahrhundert. Thomas Müntzer, der Führer des Bauernaufstandes, soll 1512/13 an der hiesigen Lateinschule gewirkt haben. Einzig eine durch Folter erpresste Aussage am 16. Mai 1525 ist ein Hinweis auf seinen Aufenthalt in der Stadt: Zu Aschersleben und Halla do habe er in der jugent, als er collaborator gewest, auch eyn verbuntus gemacht. Dar innen seyn/ Peter Blinde zu Aschersleben. Anzeichen von Unruhen muss es auch in Aschersleben gegeben haben, denn die Franziskaner-Mönche verließen frühzeitig ihr Kloster am Markt und zogen nach Zerbst.

Dreißigjähriger und Siebenjähriger Krieg[Bearbeiten]

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) ging nicht an Aschersleben vorüber. Am 7. August 1618 quartierten sich die ersten Truppen unter Graf Otto von der Lippe in der Stadt ein. Misshandlungen, Plünderungen und Zerstörungen waren fortan an der Tagesordnung. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 fiel Aschersleben mit dem Hochstift Halberstadt an Brandenburg. Trotz zahlreicher Versuche der anhaltischen Fürsten, Ansprüche auf Aschersleben geltend zu machen, blieb eine der ersten Grafschaften Anhalts für das Haus Anhalt verloren. Im 18. Jahrhundert bestimmten die drei schlesischen Kriege, insbesondere der Siebenjährige Krieg, das Leben der Ascherslebener. Friedrich II. presste für seine Kriegführung die letzten Groschen aus Aschersleben heraus.

Industrialisierung und Weltkriege[Bearbeiten]

Aschersleben, um 1915

1828 begann die Braunkohlenförderung in Aschersleben. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich die Stadt in einem rasanten Tempo zu verändern. 1865 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen (Bahnstrecke von Dessau nach Halberstadt). Das führte zu einem weiteren industriellen Aufschwung. Am Rande der Stadt entstanden schnell wachsende Industrieunternehmen. Dazu gehören die Zuckerfabrik Wetzel (ABUS), die Maschinenbauanstalt Billeter & Klunz (WEMA), die Papierdruckerei Bestehorn, die Gasanstalt, die Kaliwerke, die Aschersleber Maschinenfabrik (AMA), die Muna und die Junkerswerke. Besonders die Kaliindustrie nahm in Aschersleben mit der Inbetriebnahme von insgesamt sieben Schächten außerhalb der Stadt eine rasante Entwicklung.

Saatgutkultivierung[Bearbeiten]

Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde Aschersleben zum Zentrum für die Züchtung von Saatgut, wobei nur die Tradition des Majorananbaus, die im Jahre 1890 begann, als insbesondere in den Seedörfern um Aschersleben die Majorankultivierung auf Ackerflächen einsetzte, überlebte. Es entstanden damals vier Verarbeitungsbetriebe und je ein Betrieb in Königsaue, Ermsleben, Cochstedt und Groß Börnecke. Bereits 1919 wurden 95 Prozent des Bedarfs in Deutschland von Aschersleben aus gedeckt. Begünstigt durch die klimatischen Bedingungen im Regenschatten des Harzes, lag der Entschluss auf der Hand, sich als Züchter auszuprobieren. So umfasste das erste Pachtland für die Samenzucht rund 400 Morgen. Der Industriezweig entwickelte sich schnell und so schlossen sich viele kleine Betriebe zusammen und führten die Ascherslebener Samenzucht zu Weltruhm. Mit fast allen europäischen Ländern und auch mit Übersee wurde ein lebhafter Handel betrieben, da die Qualität des Saatgutes sich in der Welt auch gegen billigere Konkurrenz durchsetzen konnte. Die Saatgut-Wirtschaft florierte und musste erhebliche Einschnitte mit dem Zweiten Weltkrieg hinnehmen, der das Exportgeschäft zum Erliegen brachte. Davon hat sich Aschersleben nie wirklich wieder erholt und spielt bis auf die Majoranproduktion in diesem Wirtschaftszweig keine Rolle mehr.

Synagoge in Aschersleben[Bearbeiten]

In Aschersleben gab es bis 1938 eine Synagoge. Bis heute existiert der jüdische Friedhof, der 1877 angelegt wurde und 80 Grabsteine zählt. Er befindet sich als Ehrenfriedhof auf dem städtischen Friedhof.

Für das Entstehen einer Synagoge muss eine jüdische Gemeinde existent sein. So war es auch in Aschersleben. Bereits seit 1364 waren jüdische Bürger in Aschersleben. Diese wurden aber im Jahre 1427 vollständig vertrieben. Ab 1767 kamen vereinzelt Juden in die Stadt Aschersleben zurück. 1840 lebten wieder ca. 69 Juden in der Stadt. Bis zum Jahre 1864 stieg diese Zahl auf 145 an. Alle wohnten außerhalb der Stadtmauern. In dem heutigen "Jüdendorf" und dort entstand auch die Synagoge. Bereits im Jahre 1843 gab es schon "Bauakten" über eine Synagoge. Dieses Vorhaben wurde aber noch einmal revidiert. Warum ist nicht bekannt, aber es gibt die Vermutung, dass die jüdische Gemeinde zu dieser Zeit den Status einer Einzelperson oder juristischen Person nicht besaß, was als Vorraussetzung für das Erwerben von Bauland galt. Über einen Mittelsmann wurden im Jahre 1848 1000 preußische Courant an den Müller der Malzmühle gezahlt, für das Grundstück "Jüdendorf 12". Im Mai 1851 diesen Jahres wurde dann mit dem Bau der Synagoge begonnen. Am 30. Juni 1851 erhielt die jüdische Gemeinde das volle Nutzungsrecht des Grundstückes, da der vorher bestehende Mietvertrag auslief. 1852 wechselte erneut der Besitzer das Grundstück. Der Kaufmann Palm zahlte 1500 Taler dafür und trat das Grundstück im gleichen Jahr an die, sich gebildete Synagogengemeinde, ab. Am 10. September wurde die Synagoge, erbaut nach den Plänen des Regierungsbaumeisters Wolff aus Halle, eingeweiht. Es war eine sehr feierliche Einweihung durch den Rabbiner Dr. Philippson aus Magdeburg. Es wird angenommen, dass die Synagoge nicht wirklich von der Ascherslebener Bevölkerung angenommen wurde, da sie sehr am Rande der Stadt stand, schon eher versteckt in der heutigen Altstadt. Von keiner Straße aus konnte man die Synagoge sehen. Aus den Erzählungen einer Ascherslebener Dame, welche mit der damaligen Jüdin, Ruth Fröhlich, befreundet war, ist der Aufbau der Synagoge bekannt. Der Fußboden soll aus schönem Mosaik bestanden haben, die Decke war voll mit Sternen ("Himmel"). Die Synagoge war eingeschossig, rechteckig und hatte eine eingezogene Zwischenempore (12,31m lang x 11,63 breit x 8,10 m Traufhöhe x 11,30 m Firsthöhe). Unterhalb verlief ein Sockel aus Rogenstein. Der Bau war verputzt und gelb angestrichen.

Die Mikwe[Bearbeiten]

Zu einer Synagoge gehört immer eine Mikwe für die Judengemeinde. Die erste Mikwe gab es in der Zeit vom 1. Juni bis zum 1. August 1848. Diese befand sich im Keller des Hauses von Friedrich Ackermann, heute in der Taubenstraße 5. Vermietet war dieses Haus für 16 Taler pro Jahr an die jüdische Gemeinde. Gespeist wurde diese Mikwe wahrscheinlich mit Grundwasser. Als die Synagoge erbaut wurde, gab es bei der Zahlungsanweisung eine Abrechnung für ein neues Badehaus, datiert auf den 10. Februar 1853. Nach der Baubeschreibung geht eine Größe, von etwa 2,5m x 7,2m x 3m, hervor. Die Mikwe war also ungefähr 21 m² groß und besaß ein Pultdach. Es gab drei Türen, zwei Fenster, im Inneren einen Kupferkessel (zum Erwärmen des Wassers) und zwei Kupferhähne. Das Wasser kam aus dem Fluss Eine. Dazu wurde mit Genehmigung des Malzmühlenbesitzers eine 44 m lange und 65 cm tiefe Kaltwasserleitung in den Mühlendamm gegraben. Durch diese Längenangabe geht man heute davon aus, dass sich die Mikwe in der Synagoge befand. Dies kann allerdings durch die vielen Umbauarbeiten bis heute nicht mehr nachvollzogen werden.

Zerstörung der Synagoge[Bearbeiten]

Nachdem der Jude Herschel Grünspan einen Attentat auf den Legationssekretär Ernst von Rath ausgeübt hatte, wurde am 9. November 1938 von der NSDAP und den SA-Führern zur Vergeltung aufgerufen. Dieser Aufruf ging in die Geschichte ein als Reichskristallnacht oder Reichspogromnacht. Innerhalb Deutschlands wurden Synagogen niedergebrannt, Menschen ermordet und jüdische Friedhöfe zerstört. So geschah dies auch in Aschersleben. Die Synagoge wurde bis auf ihre Mauern niedergebrannt. Die Löscharbeiten wurden behindert, um die völlige Zerstörung des Gebäudes zu erreichen. Die Reste der Mauern wurden anschließend abgerissen, so dass von der Synagoge nichts mehr übrig geblieben ist.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Nachdem die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht ergriffen hatten, in Aschersleben war die NSDAP mit 42,5 Prozent gewählt worden, wurden in Aschersleben Betriebe der Rüstungsindustrie angesiedelt. In der Nähe der Rüstungsbetriebe befand sich von Juli 1944 bis April 1945 eine Außenstelle des KZ Buchenwald mit dem Codenamen „AL“. Mehrere in der Stadt verteilte kleinere Barackenkomplexe dienten außerdem den Häftlingen als Unterkunft.

Wegen der beiden Rüstungsbetriebe wurden erstmals am 1. September 1940 auch auf Aschersleben Bomben abgeworfen. Diese Bombenangriffe richteten schwere Schäden an. 1945 verhinderte der amerikanische Major Harlan W. Newell, heute Ehrenbürger der Stadt, die völlige Zerstörung durch einen Bombenangriff. Insgesamt ließen 1200 Bürger der Stadt an der Front ihr Leben, 250 Opfer forderten die Bombenangriffe.

DDR-Zeit[Bearbeiten]

Am 17. Juni 1953 gab es auch in den großen Betrieben der Stadt Arbeitsniederlegungen und Streiks, daraufhin rückten Truppen der Sowjetarmee in die Stadt ein und verhängten eine befristete Ausgangssperre über die Stadt. Ich gleichen Jahr fanden die Feiern zum 1200-jährigen Stadtjubiläum statt.

Aufgrund des akuten Wohnungsmangels in der Stadt begann man Mitte der 1950er Jahre mit dem Bau neuer Wohngebiete und Stadtteile. In den 1960er Jahren wurden große Neubaugebiete im Norden der Stadt in Plattenbauweise errichtet.

Während der DDR-Zeit prägten vor allem der Werkzeug- und Baumaschinenbau, die Verpackungsmittelindustrie, der Rohrleitungsbau, der Bau von Förderanlagen und die Gewürzverarbeitung das Gesicht der Stadt. Im November 1989 gingen auch in Aschersleben viele Menschen auf die Straße, um für Freiheit und eine Verbesserung der Lebenssituation zu kämpfen. Durch die Gespräche am Runden Tisch entstand ein Dialog in der Bürgerschaft, der den Systemwechsel in unserer Stadt begleitete.

Nachwendezeit[Bearbeiten]

Die ersten Jahre nach der Wende waren auch in Aschersleben vom Zusammenbruch der großen Betriebe und wachsender Arbeitslosigkeit geprägt. Städtebaulich begann sich die Stadt zu verändern. Häuser und Straßen wurden saniert und das Fassadengrau der DDR-Zeit verschwand langsam.

2004 fand in der Stadt unter dem Motto Aschersleben - überraschend anders der 8. Sachsen-Anhalt-Tag statt.

Aufgrund demographischer Probleme nimmt die Stadt seit 2005 an der Internationalen Bauausstellung 2010 teil. Diese hat die Problematik schrumpfender Städte und deren Zukunft zum Schwerpunktthema. Wegen der großen Anstrengungen beim Stadtumbau, in Verbindung mit der Wirtschaftsförderung und Millionen-Investitionen in den Bildungsstandort, bekam Aschersleben Ende 2006 vom Ostdeutschen Sparkassenverband den Preis Kommune des Jahres.

Anfang 2006 erhielt die Stadt den Zuschlag für die Landesgartenschau 2010.

Am 1. Juli 2007 wurde Aschersleben dem neugeschaffenen Salzlandkreis zugeordnet und verlor den Status einer Kreisstadt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • 1990 wurde der Partnerschaftsvertrag mit der Stadt Peine unterzeichnet. Peine liegt im Bundesland Niedersachsen und hat rund 50.000 Einwohner.
  • Seit September 2002 besteht außerdem eine Städtepartnerschaft zum slowakischen Kurort Trenčianske Teplice.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bis 1900 handelt es sich meist um Volkszählungsergebnisse, danach um amtliche Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter oder der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohner
1720 3.213
1756 6.196
1799 8.220
1840 10.118
1864 14.511
Jahr Einwohner
1875 17.391
1880 19.501
1885 21.519
1890 22.865
1900 27.104
Jahr Einwohner
1910 28.968
1925 28.627
1937 30.500
1946 45.000
1950 39.012
Jahr Einwohner
1971 37.163
1988 34.167
1990 32.545
1995 29.679
2000 27.312
Jahr Einwohner
2001 26.694
2002 25.968
2003 25.427
2004 25.637
2006 25.781

Bevölkerung 2009[Bearbeiten]

Anfangs-
bestand
Lebend-
geborene
Gestorbene Zuzüge Fortzüge Endbestand
insgesamt 29.874 187 477 948 1.175 29.357
männlich 14.383 88 208 499 618 14.144
weiblich 15.491 99 269 449 557 15.213

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rund um den Altstadtkern verläuft die ca. 2,2 km lange und gut erhaltene Stadtbefestigungsanlage. Sie stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert und noch heute können 15 der einstigen 51 Wehr- und Wachtürme von Besuchern erkundet werden.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Bestehornhaus, das Krukmannsche Haus, das Stephaneum, der Graue Hof, der Hennebrunnen, der Kuntze-Brunnen, der Scharren, der Stephanikirchhof 11 und die Kommandantur. Die Kirchen der Stadt sind die Stephanikirche, die Margarethenkirche und die katholische Marktkirche (Heilig-Kreuz-Kirche).

Museen[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Zu den größeren Unternehmen am Ort gehört der Werkzeugmaschinenbauer Schiess GmbH, der seit 2004 Teil der chinesischen Shenyang Machine Tool Group ist.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Aschersleben führen die Bundesstraßen 6, 180 und 185. Die autobahnählich ausgebaute B 6n umgeht die Stadt im Norden.

Der Bahnhof Aschersleben liegt an der Bahnstrecke Halle-Vienenburg. Von dort geht auch eine Bahnstrecke nach Köthen ab. Die Strecke nach Nienhagen ist stillgelegt.

Im Nordosten der Stadt liegt der durch den Luftsportverein Ostharz e. V. betriebene Flugplatz Aschersleben. Er ist als Sonderlandeplatz für Flugzeuge bis 5,7 Tonnen ausgewiesen.

Brunnen[Bearbeiten]

Soziales[Bearbeiten]

Geburtshäuser[Bearbeiten]

Freizeit[Bearbeiten]

Tanzschulen[Bearbeiten]

Bürgerradio[Bearbeiten]

Radio HBW ist eines von zwei nichtkommerziellen Bürgerradios in Sachsen-Anhalt mit Standort in Aschersleben. Unterstützt durch die MSA mit digitaler Produktions- und Sendetechnik, können interessierte Personen/Laien hier seit dem Jahr 2000 ihr eigenes Radioprogramm produzieren und ihre Themen unzensiert und frei in die Öffentlichkeit bringen. Im Mittelpunkt der Radiopraxis stehen dabei immer lokale und regionale Aspekte.

Vereine[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstige Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hans Heckner (1878-1949), Architekt und Städteplaner, war ab 1906 Stadtbaumeister in Aschersleben
  • Neo Rauch (* 1960), Künstler, wuchs in Aschersleben auf

Der Begriff Möhrenköppe[Bearbeiten]

Möhrenköppe ist der alte Spitzname für die Aschersleber Bürger. Mit dieser Bezeichnung wollte man den Ascherslebenern wohl anhängen, dass Möhren ihre Lieblingsspeise waren, weil man - nach altem Volksglauben - klug wird, wenn man viel Möhren isst. Durch massenhaften Genuss wollten die Ascherslebener also die fehlende Schlauheit erlangen, und der gehässige Hintergedanke dabei war, dass der erwünschte Erfolg immer noch ausgeblieben ist. Die Ascherslebener können aber diesen Spottnamen in stolzem Selbstbewusstsein leicht auch als Ehrennamen deuten. Sie waren klüger als die anderen. Diese aßen die Möhren einfach und freuten sich über die billige Nahrung. Die Ascherslebener aber ließen sie ins Kraut schießen, ernteten den Samen, verkauften ihn für gutes Geld und kamen damit zu Wohlstand.

Weblinks[Bearbeiten]