Aribert von Anhalt

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Prinz Aribert von Anhalt

Aribert Joseph Alexander von Anhalt (* 18. Juni 1864 in Wörlitz; † 24. Dezember 1933 in München) war Regent des Herzogtums Anhalt.

Leben[Bearbeiten]

Aribert war ein Sohn Herzogs Friedrich I. von Anhalt und seiner Frau Prinzessin Antoinette, Tochter des Prinzen Eduard von Sachsen-Altenburg. Seit 1891 war Prinz Aribert mit Marie Luise, einer Tochter des Prinzen Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg und Enkelin der britischen Königin Victoria, verheiratet. Wegen Ariberts Homosexualität wurde die Ehe 1900 geschieden.

1918 übernahm er die Regentschaft für seinen minderjährigen Neffen Joachim Ernst. Nach Ausbruch der ersten Unruhen in Kiel Anfang November entließ er Staatsminister Ernst von Laue und ernannte den Zerbster Kreisdirektor Max Gutknecht zum neuen Staatsminister. Am 12. November 1918 erklärte er den Verzicht des Hauses auf den Thron und legte die Regentschaft nieder. Am 30. Dezember 1918 gründete er die „Joachim-Ernst-Stiftung“ zur Pflege der Schlösser und Gärten in Dessau.

Ab 1894 war Aribert Vorsitzender des Komitee zur Beteiligung Deutschlands an den Olympischen Spielen zu Athen 1896, später Präsident des Komitee für die Beteiligung Deutschlands an den Olympischen Spielen zu Paris.

Nach Prinz Aribert ist die Aribertstraße in Köthen benannt.