Alvensleben

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Alvensleben ist ein ehemaliges Dorf auf der Almensleber Flur, welche heute zu Sangerhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz gehört. Der bereits im Hersfelder Zehntverzeichnis im 9. Jahrhundert (an erster Stelle) als [Al]bundesleba bezeichnete Ort liegt heute wüst.

Lage[Bearbeiten]

Die Wüstung Alvensleben grenzt im Norden an die Wüstung Kieselhausen und liegt zwischen der Gonna im Osten und dem Sachsgraben im Westen. Im Süden bildet die Helme die Grenze. Der Sachsgraben stellte auch die alte Grenze zwischen dem Hassegau (mit Friesenfeld) und dem Helmegau dar.

Die Almensleber Flur, auch Die Höfe genannt, lag dicht östlich am Sachsgraben und demzufölge direkt an der westlichen Gaugrenze des Hassegaus, was auch die ehemalige Bedeutung des Ortes erhellt.

Im östlichen Teil der Wüstung lag der Krötenteich, wohl der Dorfteich von Alvensleben. Dieser war bereits vor der Separation (Flurbereinigung) mit Schilf und Rohr bewachsen. Hier fand man um 1860 Grundmauern von großen behauenen Feldsteinen und Mauertrümmer. Danach war der Teich nur noch eine kleine sumpfige Senke, welche inzwischen durch die moderne Landwirtschaft ganz aus dem Landschaftsbild verschwunden ist.

Pfarrkirchhof[Bearbeiten]

Alvensleben war ein Pfarrkirchdorf unter dem Patronat des Erzbischofs von Magdeburg. Im Jahre 1300 wurde ein Ortspfarrer erwähnt (G. clericus plebanus in Almundesleben).

1317 ging das Patronat von Almundesleben zusammen mit dem von Sutterhausen (Sotterhausen) an das Kloster Kaltenborn.[1]

Um 1350 konnte ein Ortspfarrer von den Einkünften nicht mehr leben, weswegen 1353 die Pfarrstelle vom Kloster Kaltenbron eingezogen und im Ort nur noch drei Messen wöchentlich von Mönchen des Klosters für 9 Solidos jährlich gelesen wurden.

Verwaltung[Bearbeiten]

991 wird Alvensleben als Alvundesleve erwähnt. Es gehörte seit dem 9. Jahrhundert zum Friesenfeld im Hassegau ([Al]bundesleba im Hersfelder Zehntverzeichnis).

1347 war Alvensleben als Aluensle Zubehör zum Amt Sangerhausen.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. ehemalige Zisterzienserabtei (später Rittergut) Kaltenborn im Mansfelder Land