Altmark

Aus Sachsen-Anhalt-Wiki

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Salzwedeler Tor in Gardelegen
Dom St. Nikolaus in Stendal

Die Altmark ist eine Region im Norden von Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Altmark wurde unter König Heinrich I. erstmals für das ostfränkische Reich in Besitz genommen und als Grenzmark zum Schutz gegen die slawischen Stämme befestigt. Unter Albrecht I. wurde sie mit der Mark Brandenburg verbunden. Als ältestes Siedlungsgebiet der Mark Brandenburg ist die Region auch unter den Beschreibungen "Wiege Brandenburgs" und "Wiege Preußens" bekannt. Der Name Altmark erscheint allerdings erst 1304: Antiqua Marchia (Alte Mark).

Nach der Verlegung der kurfürstlichen Residenz nach Berlin im 15. Jahrhundert behielt die Altmark ein eigenes höheres Gericht (Hof- und Landgericht), das vor der Burg zu Tangermünde tagte. Seit 1520 bestand eine Appellationsinstanz in Form eines Quartalsgerichts der Altmark, das eine Kommission des 1516 gegründeten Kammergerichts in Berlin bildete und unter der Leitung des Landeshauptmanns stand. 1716 wurde aus den bisherigen Gerichten das Altmärkische Obergericht gebildet, das in erster Instanz für alle Streitsachen des altmärkischen Adels, der freien Bauern und der freien Lehnsassen in der Wische zuständig war. In zweiter Instanz entschied es über Appellationen der städtischen und patimonialen Gerichte sowie der Justizämter.

Die Altmark war ursprünglich Teil Brandenburgs und wurde erst im Zuge der Neuordnung der preußischen Provinzen nach dem Wiener Kongress der neugebildeten Provinz Sachsen zugeschlagen. Da der eingesessene Adel in der Trennung von Brandenburg eine Zurücksetzung sah, wurde die Altmark als Zugeständnis bei der Schaffung einer preußischen Ständeverfassung dem Provinziallandtag der Provinz Brandenburg zugewiesen und erhielt zusätzlich 1825 einen eigenen Kommunallandtag mit Sitz in Stendal. Erst im Zuge der Provinzialreform von 1875 wurde die ständische Vertretung durch den Provinziallandtag der Provinz Sachsen in merseburg übernommen.

Mit Otto von Bismarck wurde ein Altmarksohn erster Kanzler des Deutschen Reiches.

[Bearbeiten] Lage

Die Altmark ist doppelt so groß wie das Saarland und erstreckt sich vom Drawehn im Westen bis an die Elbe im Osten, grenzt südlich an die Magdeburger Börde und nördlich an das Wendland.

[Bearbeiten] Tourismus

Die Havel und vor allem die Elbe mit ihren Auenlandschaften prägen die Altmark. Die weiten, naturbelassenen Landschaften sind bei Ruhesuchenden und Aktivurlaubern wie Wanderern, Radfahrern und Reitern beliebt. Viele Backsteinbauten und frühe Kirchen (Straße der Romanik) machen die historische Kulturlandschaft attraktiv.

[Bearbeiten] Altmärkischer Hansebund

Acht alte Hansestädte: Stendal, Salzwedel, Gardelegen, Tangermünde, Havelberg, Seehausen (Altmark), Osterburg (Altmark) und Werben, schlossen sich 1998 zum Altmärkischen Hansebund zusammen.

[Bearbeiten] Weblinks


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