Alsleben (Saale)

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Alsleben (Saale)

Landkreis Salzlandkreis
Fläche 23,64 km²
Einwohner 2625
PLZ 06425
Vorwahl 034692
Kfz-Kennzeichen SLK
Bürgermeister/in Reinhard Schinke (CDU)
Webseite

Alsleben (Saale) ist eine Stadt im Salzlandkreis. Sie nennt sich Schifferstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Alsleben aus der Luft

Alsfeld geht auf eine fränkische Grenzburg zurück, in dere Nähe sich das Dorf Alt-Alsleben und eine zweite Siedlung, aus der sich die spätere Stadt entwickelte, entstanden. Alsleben wurde 963 erstmals urkundlich erwähnt, Alt-Alsleben 973 im Zusammenhang mit einem Gütertausch durch Kaiser Otto II..

Bereits Anfang des 10. Jahrhunderts waren Burg und Siedlung durch Schenkung Ottos I. in den Besitz des Grafen Gero gelangt. Gero von Alsleben, wohl ein Verwandter des Markgrafen Gero, gründete 979 in der Nähe von Alt-Alsleben ein Benediktinerinnenkloster. Die reichsunmittelbare Grafschaft Alsleben wurde nach Geros Tod von seinem Schwiegersohn Siegfried I. regiert, der das Schloss auf dem Klosterberg zur festungsähnlichen Anlage umbauen ließ. Nach dem Tod des letzten Grafen von Alsleben, Heinrich I., (1126) kam die Grafschaft 1128 an das Erzstift Magdeburg. Erzbischof Günter II. von Schwarzburg verpfändete sie 1438 an Karl von Krosigk. 1479 wurde die Familie von Krosigk mit der Grafschaft belehnt.

Eine Stadterhebungsurkunde ist für Alsfeld nicht überliefert. Es verfügte aber spätestens 1479 über Stadtrechte.

Mit dem Anfall des Erzstifts Magdeburg an Brandenburg-Preußen wurden die Kurfürsten von Brandenburg (ab 1701 Könige in/von Preußen) neue Landesherren. Der Krosigksche Besitz kam 1747 durch Verkauf an Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, ohne dass die preußische Landeshoheit davon berührt wurde. 1807 bis 1813 war Alsleben Teil des Königreichs Westphalen und Sitz eiens gleichnamigen Kantons. 1813 bzw. endgültig mit dem Wiener Kongress 1815 kam es wieder unter preußische Herrschaft und wurde 1816 dem neu gegründeten Mansfelder Seekreis im Regierungsbezirk Magdeburg zugeteilt.

1850 wurde die Zuckerfabrik Alsleben gegründet. Ein weiterer wichtiger Industriebetrieb war die Stadtmühle Alsleben, die das im Umland angebaute Getreide verarbeitete.

1893/95 wurden das Dorf Alt-Alsleben am Schlackenbach, der Schlossbezirk und die nördlich davon entwickelte Stadt zur heutigen Stadt zusammengeführt.

1908 erhielt die Stadt mit der Verläüngerung der Kleinbahn Bebitz-Beesenlaubingen bis Alsleben Anschluss an das Eisenbahnnetz.

Seit 1. Januar 2010 ist Alsleben Mitglied der Verbandsgemeinde Saale-Wipper.

Schifffahrt[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert entwickelt sich Alsleben zur größten Schifferstadt an der Saale. Zur wirtschaftlichen Belebung hatte schon im 16. Jahrhundert der Bau einer Saaleschleuse beigetragen (1695/97 erneuert). Eine wichtige Rolle spielte der Getreidehandel, insbesondere mit Hamburg. 1842 wurden umgerechnet ca. 40,25 Tonnen Getreide in die Stadt im Norden verschifft. Alsleben wurde zu seinen Glanzzeiten "Klein-Hamburg" genannt.

Der Erfolg und damit verbundene Ausbau der Binnenschifffahrt an der Saale belebte auch die Gewerbe an Land. Es entstanden neue Flusswerften (Schiffbauereien), viele ältere vergrößerten sich. Hinzu kamen spezialisierte Handwerker: Segelmacher, Seiler und Ankerschmieden.

Heute gibt es nur noch eine Werft an der Saale: Schiffswerft Fischer in Mukrena (ein Dorf gegenüber von Alsleben auf der anderen Seite der Saale).

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

Das 1954 eröffnete Freibad wurde bei der Flut im Juni 2013 schwer beschädigt und geschlossen. Es entstand Sachschaden von rund 130.000 Euro. Die Wiedereröffnung ist für 2014 geplant.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Unterwegs zum Neustart. In: Mitteldeutsche Zeitung, 10./11. August 2013

Weblinks[Bearbeiten]


Genaue Lage[Bearbeiten]

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