1. FC Magdeburg

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1. FC Magdeburg e.V.

1. FC Magdeburg.png
Ort Magdeburg
gegründet 22. Dezember 1965
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion MDCC-Arena
Plätze 27.250
Trainer Andreas Petersen
Vorstand
Präsident Peter Fechner
Homepage www.1fcm.de
Liga Regionalliga Nordost

Der 1. FC Magdeburg (kurz 1.FCM) ist ein Fußballverein aus Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Gegründet wurde er am 22. Dezember 1965 durch die Ausgliederung der Fußballsektion des SC Magdeburg. Der Verein hat 1600 Mitglieder.

Die Gründung[Bearbeiten]

Magdeburgs Fußballtradition startete vor dem ersten Weltkrieg durch die Vereine Cricket-Victoria und FC Victoria. Da alle ostdeutschen Vereine nach dem zweiten Weltkrieg auf Betreiben der sowjetischen Besatzungsmacht verboten wurden, musste eine auf einfach organisierte Sportgemeinschaft auf regionaler Ebene gegründet werden. Deshalb gilt die 1945 gegründete SG Sudenburg als Vorläufer des 1. FCM. Nach mehreren Umbenennungen durch zum Beispiel der Einführung verschiedener Systeme, beschloss die DDR-Sportführung 1965 den Fußball intensiver zu fördern. Daraus folgte, dass sich Fußballklubs durch Herauslösung bestehender Sportvereine aus deren erfolgreichen Fußballsektionen zusammenschlossen und bildeten. Als erster Klub ging dann der am 22. Dezember 1965 gegründete 1. FC Magdeburg hervor.

Erfolge[Bearbeiten]

Meisterschaften[Bearbeiten]

  • DDR-Meister 1972, 1974, 1975

Pokal[Bearbeiten]

  • FDGB-Pokalsieger 1964, 1965, 1969, 1973, 1978, 1979, 1983 (Rekord-Pokalsieger, zusammen mit Dynamo Dresden)
  • FSA-Landespokalsieger 1993, 1998, 2000, 2001, 2003, 2006, 2007, 2009, 2013, 2014 (Rekord-Pokalsieger)

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

  • Gewinner des Europapokal der Pokalsieger 1974 (Finale in Rotterdam: 2:0 gegen AC Mailand)

Der Verein heute[Bearbeiten]

Datei:Choreographie 1. FC Magdeburg-Eintracht Braunschweig 2008.jpg
Choreographie 1. FC Magdeburg-Eintracht Braunschweig 2008
Heute steht es um den dreifachen DDR-Meister und Europapokal der Pokalsieger-Gewinner alles andere als gut. Die letzten Saisons liefen schlecht und waren geprägt von sehr vielen Trainer- und Spielerwechseln. Fast wäre man sogar in die Fünftklassigkeit abgerutscht, jedoch wurde die Regionalliga neu reformiert und man durfte trotz des letzten Platzes in der Spielzeit von 2011/2012 in der Liga bleiben. Die neue Saison 2012/2013 wurde erneut mit einem großen Umbruch begonnen. Der 1.FCM kann derzeit etwas Ruhe in seine Situation bringen, indem sie sich in der Regionalliga Nordost in der Spitzengruppe etablieren konnten. Wo früher viele Fans sich die Spiele anschauten, hat man heute nur noch einen Zuschauerschnitt von ungefähr 4.000 in der MDCC-Arena.

Nachwuchs[Bearbeiten]

Die Nachwuchsarbeit hat bei den Magdeburgern eine lange Tradition. Schon 1943 wurde der Titel des Deutschen Jugendmeisters unter dem Namen "Gebiet Mittelelbe" nach Sachsen-Anhalt an die Elbe geholt. In der A-Jugend konnte man schon fünf DDR-Meisterschaften erringen, auf der Ebene der B-Jugend drei, und in der C-Jugend ist der Nachwuchs des FCM mit sieben Titeln Rekordmeister in der DDR. 1999 gewann die A-Jugend den ersten gesamtdeutschen Titel (DFB-Junioren-Pokal). 2007/2008 spielte die höchste Jugend der Magdeburger sogar in der A-Junioren-Bundesliga. Ein weiter Beleg für die großartige Nachwuchsarbeit ist, dass der Verein schon sehr gute Spieler hervorgebracht hat. Mit Maik Franz (*Merseburg, Hertha BSC), Marcel Schmelzer (*Magdeburg, Borussia Dortmund) und Marcel Maltritz (*Magdeburg, VfL Bochum) spielen derzeit drei Spieler in den beiden Bundesligen. Marcel Schmelzer schaffte es sogar in die Nationalmannschaft.

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Zu den bekanntesten Spielern aus früheren Zeiten gelten:

  • Dirk Heyne (323 Punktspiele für den FCM, 0 Tore, 9 A-Länderspiele)
  • Manfred Zapf (357 SP,36 T, 16 LS)
  • Detlef Raugust (226 SP, 5 T, 3 LS)
  • Dirk Stahmann (328 SP, 48 T, 46 LS)
  • Klaus Decker (278 SP, 7 T, 3 LS)
  • Wolfgang Seguin (403 SP, 48 T, 21 LS)
  • Jürgen Pommerenke (301 SP, 82 T, 57 LS)
  • Wolfgang Steinbach (337 SP, 75 T, 28 LS)
  • Joachim Streich (237 SP, 171 T, 102 LS)
  • Jürgen Sparwasser (298 SP, 133 T, 53 LS)
  • Martin Hoffmann (256 SP, 77 T, 66 LS)
  • Anatoliy Demyanenko (2 SP, 0 T, 80 LS)
  • Günter Hirschmann (162 SP, 47T, 1 LS)

Weblinks[Bearbeiten]